Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen

Die Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen an der UMG wird durch verschiedene Programme und Maßnahmen gewährleistet. Das Margaret Maltby Mentoring-Programm, zum Beispiel, wurde 2002 als deutschlandweit erstes Mentoring Programm für den weiblichen Nachwuchs in der Hochschulmedizin aufgelegt. Das Heidenreich von Siebold-Programm fördert Wissenschaftlerinnen in einer fortgeschrittenen Phase der Qualifizierung zur Hochschullehrerin. Weitere Frauenförderungsprogramme zielen vor allem auf die Phase nach der Promotion (Dorothea Schlözer-Programm) oder richten sich gezielt an den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs in der medizinischen Forschung.

Margaret Maltby Mentoring-Programm

Das Mentoring-Programm an der UMG richtet sich an Frauen aller Disziplinen des gesamten Göttinger Forschungscampus, die dem medizinischen Umfeld zuzuordnen sind. Hiermit sind Wissenschaftlerinnen aus der Medizin, den Naturwissenschaften und der Psychologie in den Qualifizierungsphasen von Promotion bis Habilitation sowie Ärztinnen in Weiterbildung angesprochen. Das 24-monatige systematische Karrieremanagement ist eingebettet in ein Rahmenprogramm und basiert auf drei Säulen (Tandem, Training, Networking). Zusätzlich erhalten die Teilnehmerinnen ein fortlaufendes professionelles Coaching in festen Kleingruppen. Das Programm wurde 2015 verstetigt und ist fest in das Nachwuchsförderungskonzept der Personalentwicklung der UMG integriert.

Dorothea Schlözer-Programm

Welche Perspektiven habe ich nach meiner Promotion? Welche Kriterien sprechen für eine universitäre oder außeruniversitäre Karriere? Wie verhalte ich mich in Konkurrenzsituationen - und wie lässt sich eine Familie mit einer wissenschaftlichen oder außeruniversitären Laufbahn vereinbaren?

Das Dorothea Schlözer-Programm wird vom zentralen Gleichstellungsbüro der Georg-August-Universität koordiniert und bündelt unter seinem Dach Karrierefördermaßnahmen für verschiedene Zielgruppen. Die UMG beteiligt sich mit Mitteln aus dem BMBF-Professorinnenprogramm am Dorothea Schlözer-Programm.

Heidenreich von Siebold-Programm

Das Heidenreich von Siebold-Programm greift dort, wo für viele Frauen der Karriereknick beginnt: In der Phase der Qualifizierung zur Hochschullehrerin. Wissenschaftlerinnen werden während ihrer Habilitation unterstützt und können eine Förderung für Personal-, Sach- und Investitionsmittel beantragen. Der Förderzeitraum beträgt bis zu zwei Jahre. Eine vorübergehende Freistellung von der Krankenversorgung ist ebenfalls möglich.

Die Ausschreibung erfolgt einmal im Jahr und die Begutachtung der Anträge erfolgt durch die Forschungskommission.

Karrieresprechstunde durch das Frauennetzwerk für Führung und Forschung in der Medizin e.V. (medf3)

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit von MedF3 steht das Ziel, Führungskompetenzen von Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen zu stärken, die Karrieremöglichkeiten für Frauen in der Medizin transparenter zu machen und jüngere Kolleginnen in ihrem Streben nach beruflichem Aufstieg zu unterstützen.

Frauen in der Medizin sind in Führungspositionen im klinischen und wissenschaftlichen Feld immer noch unterrepräsentiert, obwohl inzwischen mindestens die Hälfte der Medizinstudierenden weiblich ist.

Es gibt vielfältige Gründe dafür, warum qualifizierte Frauen ihre Karrierewege vorzeitig verlassen. Dies kann zum einen strukturelle Gründe innerhalb der Organisation haben, aber auch fehlende Kontakte zu anderen Frauen in Führungspositionen, Vereinbarkeitsproblematiken oder der Zweifel an den eigenen Fähigkeiten.

Studentinnen, Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen bietet MedF3 die Möglichkeit eines individuellen Beratungsgesprächs oder einer gezielten Intervision mit erfahrenen Kolleginnen aus unserer Gruppe.

Um Voranmeldung unter medf3(at)med.uni-goettingen.de wird gebeten.

Finanzielle Förderung (Forscherinnen mit Kind)

Das Gleichstellungsbüro verfügt über verschiedene Angebote zur finanziellen Förderung von Forscherinnen mit Kind. Weiterführende Informationen finden Sie hier. Ansprechpartnerin ist die Referentin für Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie im Gleichstellungsbüro.

Veranstaltungsreihe „Karrierewege von Frauen in der Hochschulmedizin“ für Studentinnen und Studenten an der Medizinischen Fakultät

Die Veranstaltungsreihe „Karrierewege von Frauen in der Hochschulmedizin“ hat zum Ziel, Karrieren von Frauen aufzuzeigen und für die Studentinnen und Studenten an der UMG sichtbar zu machen. Die Veranstaltungsreihe ist in 2018 aufgelegt worden vom Gleichstellungsbüro, dem Frauennetzwerk für Führung und Forschung in der Medizin e.V. (medf3) und den Vertreterinnen und Vertretern der Fachschaft. Der Fokus der Veranstaltungsreihe liegt darin, die Motivation für eine wissenschaftliche Laufbahn bzw. für die Übernahme einer Führungsposition bereits früh im Studium zu stärken.

Die dreistündige Veranstaltung findet einmal im Jahr im November statt. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Impulsvorträgen von Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen an der UMG. Daran anschließend wird ein „Get-Together“ mit Imbiss veranstaltet. Im zweiten Teil der Veranstaltung existiert für die Teilnehmenden die Möglichkeit mit den Referentinnen ins Gespräch zu kommen. Erfahrungsgemäß werden Themen wie die fachliche Orientierung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Entscheidung für die Wissenschaft, der Weg zur Professur oder Themen aus dem Ärztlichen Dienst angesprochen. Die Veranstaltungsreihe wird aus Studienqualitätsmitteln finanziert.

Weiterführende Informationen zum Anmeldezeitpunkt, zum Programm, etc. erhalten Sie beim Gleichstellungsbüro und erfolgen zeitnah per E-Mail an alle Studentinnen und Studenten der Medizinischen Fakultät.

Ansprechpartnerin

Stella Müller

Kontaktinformationen

Adresse

Gleichstellungsbüro
Am Vogelsang 1
37075 Göttingen

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