„Vereinbarkeitspreis UMG“

Der "Vereinbarkeitspreis UMG" will eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben für alle UMG-Angehörigen fördern. Er zeichnet Führungspersonen aus, die sich in ihren Einrichtungen für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen. Beschäftigte der UMG können Vorgesetzte vorschlagen, die sie bei diesem Ziel unterstützen. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Das Plakat zur Ausschreibung des Preises und das Formular für die Nominierung erhalten Sie jeweils während der Ausschreibungszeit im Gleichstellungsbüro oder als Download auf dieser Homepage. Eine Jury aus Mitgliedern der Gleichstellungskommission der UMG wählt aus den eingegangenen Vorschlägen die Preisträgerin oder den Preisträger aus. Der Preis wird vom Vorstand verliehen. Das Preisgeld ist dafür vorgesehen, in der Einrichtung der Preisträgerin oder des Preisträgers familienfreundliche Angebote auszubauen.

Preisträgerin des Jahres 2019

Gisela Müller

Am 13. Dezember 2019 erhielt Gisela Müller, Leiterin des Zentralen Schreibbüros der UMG, für ihr Engagement zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit den „Vereinbarkeitspreis UMG“ des Jahres 2019. Den Preis überreichte Prof. Wolfgang Brück, Vorstand Forschung und Lehre, Dekan der Medizinischen Fakultät und Sprecher des Vorstandes der UMG.

Gisela Müller geht die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mit viel Engagement an. Sie verschafft ihren Beschäftigten zeitliche und örtliche Flexibilität, indem sie das UMG-interne Angebot von Telearbeit einsetzt. Das Zentrale Schreibbüro war als eine der ersten Einrichtungen der UMG über mehrere Jahre an einem UMG-internen Pilotprojekt zur Telearbeit beteiligt. Heute nutzt etwa die Hälfte der rund 30 Mitglieder des Teams des Zentralen Schreibbüros die Möglichkeit, zeitweise von zu Hause aus zu arbeiten. Arbeits- und Anwesenheitszeiten können dabei kurzfristig angepasst werden. Mit einem stets „offenen Ohr“ für die dienstlichen und privaten Belange ihrer Mitarbeiter*innen versucht Gisela Müller immer wieder, Lösungen für angemessene Arbeitsbedingungen zu finden und diese zeitnah umzusetzen. Nominiert haben Frau Müller in diesem Jahr insgesamt vier Mitglieder ihres Teams. Diese schätzen insbesondere das hohe Maß an Offenheit, Verständnis und Sozialkompetenz, mit dem ihre Vorgesetzte ihnen begegnet und mit der sie das Team führt. Gisela Müller wird als verlässliche, zugewandte und anteilnehmende Führungskraft beschrieben.

Für den Vereinbarkeitspreis des Jahres 2019 wurden 8 Personen nominiert, darunter
  • Prof. Jutta Gärtner (Klinik für Kinder- und Jugendmedizin)
  • Prof. Eva Hummers (Institut für Allgemeinmedizin)
  • Dr. Dr. Norman Moser (Klinik für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie)
  • Prof. Thomas Paul (Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin)
  • Prof. Arndt Schilling (Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie, ART-Lab)
  • Prof. Michael Schön (Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie)
  • Dr. David Zilles (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie)

Frühere Preisträger*innen

Preisträger des Jahres 2018: Prof. Jochen Gaedcke

Prof. Jochen Gaedcke, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- Viszeral- und Kinderchirurgie, hat die Leitlinie „Schwanger im OP“ mitentwickelt. Die UMG hat damit als eine von wenigen Kliniken bundesweit eine verbindliche Leitlinie vorliegen, die schwangeren Chirurginnen deren operative Arbeit weiterführen lässt. Gaedcke hat außerdem aktiv dazu beigetragen, diese Leitlinie im OP-Alltag tatsächlich umzusetzen und mit dieser innovativen Lösung die Arbeitssituation von schwangeren Chirurginnen zu verbessern. Die neuen Regelungen der Leitlinie erlauben es Chirurginnen, auf deren ausdrücklichen Wunsch hin und unter Einhaltung aller notwendigen Schutzmaßnahmen, auch während einer Schwangerschaft zu operieren. Prof. Gaedcke hat bei seinen Bemühungen um vereinbarkeitsfreundliche Lösungen auch die männlichen Mitarbeiter der Klinik im Blick. So werden Väter in ihrem Wunsch unterstützt, ihre Vaterschaft aktiv zu leben. Prof. Gaedcke ermöglicht den Chirurginnen und Chirurgen in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie auch Teilzeit-Arbeit im OP. Bei der OP-Plan-Gestaltung werden die verschiedenen, individuellen Arbeitszeitmodelle der Chirurginnen und Chirurgen mit Familienverantwortung konsequent berücksichtigt, auch wenn dies einen erhöhten Organisationsaufwand bedeutet.

Für den Vereinbarkeitspreis des Jahres 2018 wurden 16 Personen nominiert, darunter:

  • Holger Kappe (Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie)
  • Sabine Keil (Pflegedienst der UMG)
  • Wolfgang Klein-Kühne (MTA-Schule Labor)
  • Prof. Friedemann Nauck (Klinik für Palliativmedizin)
  • Gisela Müller (Zentrales Schreibbüro)
  • Prof. Thomas Paul (Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin)
  • Prof. Tobias Raupach (Medizindidaktik und Ausbildungsforschung)
  • Prof. Peter Rehling (Institut für Zellbiochemie)
  • Gisela Ruwe (Kranken- und Kinderkrankenpflegeschule)
  • Prof. Simone Scheithauer (Zentralabteilung Krankenhaushygiene und Infektiologie)
  • Prof. Michael Schön (Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie)
  • Prof. Christoph Viehbahn & Prof. Thomas Dresbach (Institut für Anatomie und Embryologie)
  • Prof. Niels Voigt (Institut für Pharmakologie und Toxikologie)
  • Prof. Inga Zerr (Klinik für Neurologie)

Preisträgerin des Jahres 2017: Petra Hußmann

Frau Hußmann, Stationsleitung der Stationen 1021 und 1022 im Pflegedienst der UMG, verschafft den Angehörigen ihres Teams trotz der besonderen Arbeitsanforderungen im Bereich Pflege ein hohes Maß an Vereinbarkeit. Sie berücksichtigt konsequent familiäre Verpflichtungen durch gezielte Absprachen bei der Dienstplangestaltung. So stimmt die Stationsleiterin mit ihrem Team kurzfristige Dienstplanänderungen (z.B. Dienstbeginn und -ende) ab, wenn familienbedingte Notwendigkeiten vorliegen. Familienverantwortung wird auch bei der Planung von Weiterbildungen durchgängig berücksichtigt. Die Situation Alleinerziehender beachtet die Stationsleitung besonders. Indem Frau Hußmann eine Führungskultur vorlebt, die eine familienfreundliche Arbeitsorganisation ermöglicht, fördert sie den Teamgeist auf den von ihr geleiteten Stationen: Bei nicht vorhersehbaren privaten Situationen, z.B. bei Erkrankung eines Kindes, kümmert sich Frau Hußmann durch Umorganisation des Dienstplanes darum, dass sich Teammitglieder kurzfristig gegenseitig vertreten können. Frau Hußmann steigert durch ihr Engagement zur Verbesserung der Vereinbarkeit die Arbeitszufriedenheit des gesamten Teams.

Für den Vereinbarkeitspreis des Jahres 2017 wurden 13 Personen nominiert; darunter:

  • Dr. Jochen Gaedcke (Klinik für Allgemein- Viszeral- und Kinderchirurgie)
  • Prof. Anna-Kathrin Hell (Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie)
  • Jens Huchthausen (Geschäftsbereich IT)
  • Dr. Kathrin Lagodny (Studiendekanat)
  • Prof. Friedemann Nauck (Klinik für Palliativmedizin)
  • Prof. Otto Rienhoff (Institut für Medizinische Informatik)
  • Prof. Andreas Schaper und Dr. Martin Ebbecke (Pharmakologie und Toxikologie / Pharmakologisch-Toxikologisches Servicezentrum GIZ-Nord)
  • Prof. Christine Stadelmann-Nessler (Institut für Neuropathologie)
  • Prof. Philipp Ströbel (Institut für Pathologie)
  • Prof. Claudia Wiesemann und Prof. Silke Schicktanz (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin)

Preisträger des Jahres 2016: Prof. Thomas Paul

In der Klinik von Prof. Paul, Leiter der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin, herrscht eine familienfreundliche Arbeitsatmosphäre. Seine Mitarbeitenden profitieren in Phasen, in denen sie intensiv in familiäre Aufgaben eingebunden sind, von zeitlicher Flexibilität. Bei Bedarf ist auf unkomplizierte Weise die Reduzierung der Arbeitszeit sowie die Nutzung verschiedener Arbeitszeitmodelle und von Telearbeit möglich. Die Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dementsprechend verteilt und angepasst. So trägt das gesamte Team zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Während der Facharztausbildung wird eine ausgewogene Rotation durch die verschiedenen Bereiche organisiert, um zeitgerecht die Facharztreife erlangen zu können. Prof. Paul ermöglicht durch diese Maßnahmen planbare Karriereverläufe und sichere Arbeitsbedingungen. Sein Engagement kommt so unmittelbar der Karriereentwicklung von Frauen zugute: in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin sind fünf der neun Oberarztstellen mit Oberärztinnen besetzt.

Für den Vereinbarkeitspreis des Jahres 2016 wurden 15 Personen nominiert; darunter u.a.:

  • Prof. Frauke Alves (Klinik für Medizinische Hämatologie und Onkologie)
  • Prof. Gerd Hasenfuß (Klinik für Kardiologie und Pneumologie)
  • Prof. Hans Hoerauf (Klinik für Augenheilkunde)
  • Jens Huchthausen (Geschäftsbereich IT)
  • Prof. Joachim Lotz (Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie)
  • Prof. Tobias Raupach (Klinik für Kardiologie und Pneumologie)
  • Prof. Otto Rienhoff (Institut für Medizinische Informatik)
  • Prof. Silvio Rizzoli (Institut für Neuro- und Sinnesphysiologie)
  • Prof. Simone Scheithauer (Zentralabteilung Krankenhaushygiene und Infektiologie)
  • Prof. Rolf Wachter (Klinik für Kardiologie und Pneumologie)
  • Prof. Jens Wiltfang (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie)

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