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Regionales Gesundheitszentrum Bad Gandersheim stärkt medizinische Versorgung vor Ort – Minister Dr. Philippi: „Mit dem Regionalen Gesundheitszentrum in Bad Gandersheim ist eine hervorragende Versorgungseinrichtung in der Region entstanden.“

+++ Gemeinsame Presseinformation mit den Landkreis Northeim +++

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Helle Dokken, Pflegedirektorin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Prof. Dr. Sabine Blaschke-Steinbrecher, Ärztliche Leitung der Zentralen Notaufnahme der UMG, Prof. Dr. Lorenz Trümper, Vorstand Krankenversorgung der UMG, Amelie Masemann, Geschäftsführung BürgerGesundheitsPark, Claudia Berger, Geschäftsführung BürgerGesundheitsPark, Minister Dr. Andreas Philippi, Niedersächsischer Gesundheisminister, Harald Rode, Leiter Dezernat Jugend und Soziales beim Landkreis Northeim, Dr. Birte Gebhardt, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Uwe Schwarz, Vorsitzender der SPD Kreistagsfraktion, Niklas Kielhorn, Bürgermeister von Bad Gandersheim (v.l.n.r.). Foto: Landkreis Northeim

Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hat sich am 7. Oktober 2025 gemeinsam mit Ärzt*innen und weiteren Zuweiser*innen im Regionalen Gesundheitszentrum (RGZ) BürgerGesundheitsPark Bad Gandersheim im Rahmen der Veranstaltung „Medizin im Dialog“ in den Austausch begeben. Dabei wurden die Vorzüge einer integrierten und wohnortnahen stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung hervorgehoben, wie sie schon heute das RGZ in Bad Gandersheim bietet. In dieser neuen Form der Gesundheitsversorgung werden stationäre, (teil-)ambulante und pflegerische Leistungen unter einem Dach vereint.

Darüber bietet das RGZ insbesondere in ländlichen und unterversorgten Regionen eine tragfähige und patientenzentrierte Struktur. „In vielen ländlichen Gebieten Deutschlands ist eine fundierte und wohnortnahe medizinische Versorgung eine große Herausforderung – insbesondere, wenn klassische Krankenhäuser aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden“, sagte Minister Dr. Philippi. „Mit dem RGZ in Bad Gandersheim bieten wir Patient*innen in der Region ein hervorragendes Angebot und setzen ein Zeichen für die Zukunft der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum“.

Das RGZ ist dabei kein Ersatz für ein Krankenhaus, sondern ein innovatives Modell, das ambulante und in kleinem Umfang stationäre Angebote bündelt, um eine lokale Grundversorgung sicherzustellen. In Kooperation mit niedergelassenen Ärzt*innen, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten wurde eine Versorgungsstruktur geschaffen, die nah an den Bürger*innen ist und gleichzeitig hohe medizinische Qualität durch die Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bietet.

„Die Rolle der niedergelassenen Ärzt*innen als Zuweiser ist dabei zentral, um die Patient*innen zielgerichtet in die vorhandenen Versorgungsstrukturen zu lenken“, betonte Minister Dr. Philippi bei seinem Besuch. „Das Modellprojekt des Regionalen Gesundheitszentrums stellt eine einmalige Chance für die Region dar, um neue Versorgungskonzepte frühzeitig zu etablieren“.

Über das Regionales Gesundheitszentrum (RGZ) BürgerGesundheitsPark Bad Gandersheim
Generell können im RGZ Bad Gandersheim mit der stationären, den tagesklinischen und den ambulanten Versorgungsangeboten die häufigsten Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen des Muskel-Skelett-System (zum Beispiel Rückenschmerzen durch Bewegungsmangel oder Fehlbelastungen verursacht), psychische Erkrankungen (Depressionen, Angststörungen und Suchterkrankungen), Bluthochdruck (eine der häufigsten chronischen Erkrankungen, die oft mit Übergewicht, Stress und dem Alter zusammenhängt) und Diabetes mellitus, die bekannte Zuckerkrankheit, behandelt werden.

Die stationäre Einheit der UMG mit 25 Betten bietet im RGZ eine Grund- und Basisversorgung zur allgemeininternistischen (kurz-)stationären Versorgung. Auf der Station stehen hochmoderne Geräte für eine fundierte Untersuchung und Behandlung zur Verfügung, unter anderem EKG, Ultraschall, Echokardiographie, Labordiagnostik, Langzeit-Blutdruckmessung, Langzeit-EKG sowie Röntgendiagnostik des Brustkorbs. Für darüberhinausgehende Diagnostik oder nicht vorhersehbare Notfälle hat die stationäre Einheit enge Kooperationen mit den umliegenden Krankenhäusern.

Krankheitsbilder, die auf der stationären Einheit im RGZ in Bad Gandersheim gut behandelt werden können sind akute Magen-Darm-Entzündungen, Lungenentzündung, Flüssigkeitsmangel, Blutdruckkrise und akuter Harnwegsinfektionen. Dazu werden Patient*innen auf der allgemeininternistischen Station aufgenommen und behandelt. Diese Patient*innen müssen nicht in die Notaufnahme, sondern können direkt vom Rettungsdienst oder der*dem Hausärzt*in auf der stationären Einheit des RGZ angemeldet werden.

Über Regionale Gesundheitszentren in Niedersachsen
Die Regionalen Gesundheitszentren in Niedersachsen sind als Modellprojekte konzipiert. Ziel ist es, langfristig und flächendeckend eine tragfähige Struktur aufzubauen, die den demografischen und finanziellen Herausforderungen des Gesundheits- und Pflegesystems Rechnung trägt. Die auf Bundesebene eingeführten Regelungen für Sektorenübergreifende Versorger (SÜV) sollen die Zukunftsperspektive der RGZ darstellen.

Pressekontakt:'
Landkreis Northeim
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