Nachhaltiges MRT schwebt an der UMG ein


Schließlich benötigen herkömmliche MRT-Systeme mehr als 1.000 Liter flüssiges Helium, um ihre speziellen Magnetspulen darin zu baden und herunterzukühlen. Das neue MRT-System an der UMG kommt ohne ein solches Heliumbad aus. Dank neuartiger DryCool-Technologie arbeitet das Gerät praktisch heliumfrei, lediglich 0,7 Liter flüssiges Helium befinden sich in seinem Inneren. Diese sehr geringe Menge verbleibt nahezu verlustfrei im Gerät – ein weiterer großer Vorteil des modernen MRTs. Damit entfällt die Ersatzbeschaffung dieses knappen Rohstoffs und die UMG ist weniger anfällig für Engpässe auf dem Weltmarkt. Außerdem ist das neue MRT besonders energieeffizient konzipiert – eine intelligente Softwaresteuerung sorgt für einen verringerten Stromverbrauch.
Mehr Platz – mehr Komfort
Weil das neue Gerät über eine 70 Zentimeter weite Öffnung verfügt, rund 10 Zentimeter mehr als bei herkömmlichen MRT-Systemen, ist die Untersuchung für Patient*innen angenehmer. Das Engegefühl in konventionellen MRTs ist für manche Menschen mit Platzangst verbunden. Die zusätzliche Bewegungsfreiheit hilft zudem bei eingeschränkter Mobilität oder Schmerzen. Darüber hinaus wirkt sich die größere Öffnung positiv auf die Mitarbeitenden aus: Patient*innen können einfacher und ergonomischer positioniert werden – die Arbeitsprozesse werden erleichtert.
Insgesamt verfügen an der UMG derzeit das Institut für Klinische und Interventionelle Radiologie, das Institut für Kardiale Bildgebung und das Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie über sechs MRT-Systeme. Zuletzt hatte die Universitätsmedizin Ende 2024 einen neuen 3-Tesla-Magnetresonanztomograph für die Hirn- und Rückenmarksbildgebung in Betrieb genommen.



















