Aktuelle und abgeschlossene Bauprojekte

G3-323

Sanierung Aufzugsanlagen_1BA

Komplettsanierung von acht Aufzügen

Die Sanierung der Aufzugsanlagen 1.BA beinhaltet die Komplettsanierung von acht Aufzugsanlagen auf den Liegenschaften der Universitätsmedizin Göttingen. Die betreffenden Aufzugsanlagen befinden sich im Hauptgebäude / UBFT‐Gebäude der UMG, im Versorgungsgebäude, im Zentrum Anatomie, der Augenklinik am Standort Hainbergklinik, sowie den Personalwohnheimen II und III.


Bauzeit: 02/2021 bis 02/2024

Gesamtbausumme: 2,4 Mio. € - landesgeförderte Maßnahme

Bauherr: Universitätsmedizin Göttingen (UMG)


Fachbeteiligte:

Planung: FC-Förderanlagen GmbH, Karlsruhe

Ausführung:

  • Anatomie, UBFT B2/2 und D 3 A+B, Hainbergklinik: Braun Aufzüge GmbH&Co.KG, Kassel
  • PWH 2, PWH 3 A+B: FB-Aufzüge, Dresden

Aufzug Zentrum Anatomie - Fabrik‐Nr. 8826

Der Aufzug im Zentrum Anatomie aus dem Jahr 1960 hat eine Förderhöhe von 6,70 m und drei Haltestellen. Der Betrieb dieses Aufzuges ist erforderlich, um die Logistik und den Lehrbetrieb innerhalb des Gebäudes gewährleisten zu können. Ein Ausweichaufzug innerhalb des Gebäudes ist nicht vorhanden. Die Sanierung der Aufzugsanlage wurde als Komplettsanierung durchgeführt. Der neue Aufzug wurde behindertengerecht ausgeführt.

Bauzeit: 10/2023 bis 05/2024

Auftragssumme: ca. 250.000,- €

Personenaufzug B2/2 - Fabrik‐Nr. 71/2564

Der Personenaufzug B2/2 im UBFT‐Gebäude aus dem Jahr 1971 hat eine Förderhöhe von 24,84 m und sechs Haltestellen. Zusätzlich zur Personenbeförderung dient der Aufzug zur Lastenbeförderung. Der Betrieb dieses Aufzuges ist erforderlich, um die Logistik und den Krankentransport innerhalb des Gebäudes  gewährleisten zu können. Dieser Aufzug dient zum internen Krankentransport, zwischen Krankenstationen, dem OP‐Bereich und Untersuchungs‐ und Behandlungsbereichen. Die Sanierung der Aufzugsanlage wurde als Komplettsanierung durchgeführt. 

Bauausführung: 01/2024 bis 09/2024

Auftragssumme: ca. 260.000,-€

Aufzugsgruppe D3 A/B - Fabrik‐Nr. 71/2578, 71/2579

Die Aufzugsgruppe D3 A/B (zwei Aufzugsanlagen) im UBFT‐Gebäude aus dem Jahr 1971 hat eine Förderhöhe von 24,80 m und sechs Haltestellen. Der Aufzug D3 A ist aufgrund eines Getriebe‐ und Motorschadens bereits außer Betrieb genommen. Eine Ertüchtigung der defekten Komponenten wurde, im Hinblick auf den Gesamtzustand der Anlage, aus wirtschaftlicher Sicht nicht umgesetzt. Die Sanierung der Aufzugsgruppe ist als Komplettsanierung vorgesehen. Der Betrieb dieses Aufzuges ist erforderlich, um die Logistik und den Personentransport innerhalb des UBFT‐Gebäudes gewährleisten zu können.

Bauausführung: 09/2022 bis 10/2023

Auftragssumme: ca. 400.000,-€

Aufzug Personalwohnheim 2 - Fabrik‐Nr. 47NE0675

Der Aufzug im Personalwohnheim 2 aus dem Jahr 1968 hat eine Förderhöhe von 21,76 m und neun Haltestellen. Der Betrieb dieses Aufzuges ist erforderlich, um den Personentransport innerhalb des Gebäudes gewährleisten zu können. Ein Ausweichaufzug innerhalb des Gebäudes ist nicht vorhanden. Die Sanierung der Aufzugsanlage wurde als Komplettsanierung vorgesehen. 

Bauausführung: 02/2023 bis 10/2023

Auftragssumme: ca. 240.000,-€

Personalwohnheim 3 - Fabrik‐Nr. 210336164, 210336165

Die Aufzugsgruppe Personalwohnheim 3 A/B (zwei Aufzugsanlagen) aus dem Jahr 1974 hat eine Förderhöhe von 19,25 m und acht Haltestellen. Der Betrieb dieser Aufzugsgruppe ist erforderlich, um den Personentransport innerhalb des Gebäudes gewährleisten zu können. Die Sanierung der Aufzugsanlage wurde als Komplettsanierung durchgeführt.

Bauausführung: 10/2023 bis 11/2024

Auftragssumme: ca. 460.000,-€

Hainbergklinik Station - Fabrik‐Nr. 13282

Der Aufzug Hainbergklinik Station in der Hainbergklinik aus dem Jahr 1968 hat eine Förderhöhe von 9,95 m und vier Haltestellen. Die Aufzugsanlage ist aufgrund eines Getriebe‐ und Motorschadens außer Betrieb genommen. Eine Ertüchtigung der defekten Komponenten wurde, im Hinblick auf den Gesamtzustand der Anlage, aus wirtschaftlicher Sicht nicht umgesetzt. Der Betrieb dieses Aufzuges ist erforderlich, um die Logistik und den Krankentransport innerhalb des Gebäudes gewährleisten zu können. Im Gebäude Hainbergklinik befindet sich zum Aufzug Station noch ein weiterer Aufzug. Dieser gewährleistet den Material‐ und Patiententransport, zwischen Krankenstationen und dem OP‐ Bereich. Bei einem Ausfall dieses Aufzuges ist kein Aufzug im Gebäude, der den Patiententransport zum OP‐Bereich gewährleisten kann.

Mit der Sanierung des Aufzuges Station wird der Zugang zum OP‐Betrieb innerhalb der Hainbergklinik redundant sichergestellt. Hierfür ist eine Verbreiterung der Schachtportale um jeweils 8 cm vorzusehen, um einen Transport mit den eingesetzten Krankenbetten zu gewährleisten. Die Sanierung der Aufzugsanlage wurde als Komplettsanierung durchgeführt. Es waren umfangreiche bauliche Vorleistungen erforderlich

Bauausführung: 08/2022 bis 09/2023

Auftragssumme: ca. 250.000,-€

Sanierung Gebäudeleittechnik

MSR- Schaltanlagen und Schaltschränke

Die ca. 40 Jahre alten Schaltschränke in allen Gebäuden sind technisch überholt: Pneumatische Komponenten sind nicht mehr lieferbar, die Betriebssicherheit ist nicht gewährleistet, und es fehlt an Fachwissen für Wartungen. Besonders dringlich ist die Migration in OP-Bereichen (UBFT) und bei nicht-redundanten Anlagen.

In den Lüftungszentralen (DG/KG vom UBFT) erfolgt ein vollständiger Austausch der Schaltschränke für Lüftungszentralgeräte. Bei Platzengpässen werden Montageplatten in Bestandsschränken ersetzt. Zeitsteuerungsschränke werden demontiert und durch DDC-Regelungen abgelöst. Für redundante Lüftungsgeräte ist eine einseitige Abschaltung zur Sanierung möglich; nicht-redundante Anlagen erfordern Provisorien.

In den Einzelraumregelungen (Ebenen 01-4 im UBFT, 01-7 in Bettenhäusern) bleiben die Schrankgehäuse erhalten. Es erfolgt der Einbau vorkonfektionierter Montageplatten, wobei mehrere pneumatische Zonenregler zu einem DDC-Einzelraumregler konsolidiert werden. Anlagenseitig ist der Tausch von Sensorik und Aktorik erforderlich, um Kompatibilität mit den neuen DDC-Fabrikaten herzustellen. Die MSR-Elektroinstallation bleibt nach Prüfung weitgehend erhalten.

In den Lüftungszentralen in DG (Eb.8) und KG (Eb.02) der Bettenhäuser sind sämtliche Regelungen pneumatisch ausgeführt, ohne DDC-Technik oder Anbindung an die Gebäudeleittechnik (GLT). Die Einzelraumregelungen in Ebenen 01-7 basieren komplett auf pneumatischen Systemen in Technikschränken.

Alle sanierten Anlagen werden über das IT-Netzwerk an die UMG-Gebäudeleittechnik und ein neues Monitoringsystem angebunden. DDC-Regler sind mit IP-Netzwerkschnittstellen ausgestattet (Stand der Technik). Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb.


Planungs- und Bauzeit: 2027 bis 2030

Gesamtbausumme: 9,0 Mio. €

Bauherr: Universitätsmedizin Göttingen (UMG)

Planung und Umsetzung: NN – externe Fachplanungbüros

Kälteanlagen

Austausch Absorptionskälteanlage durch zwei Kompressionskältemaschinen

Im Versorgungsgebäude wurde die bisherige Absorptionskälteanlage mit einer Leistung von 4.000 Kilowatt durch zwei moderne Kompressionskältemaschinen ersetzt. Mit einer Gesamtleistung von 6.000 Kilowatt sorgt die neue Anlagentechnik für eine deutlich höhere Effizienz, Betriebssicherheit und Energieeinsparung. Damit wurde ein wichtiger Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Kälteversorgung realisiert.

Besonders bemerkenswert: Die Planung und Umsetzung erfolgten vollständig in Eigenleistung – ohne externe Fachplaner. Von der Konzeption über den Rückbau bis hin zur Inbetriebnahme wurde das Projekt durch die eigene Technikabteilung gesteuert und koordiniert. Dabei zeigte sich einmal mehr die hohe technische Kompetenz und das Engagement des gesamten Teams.

Die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachfirmen war ein entscheidender Erfolgsfaktor. Durch die reibungslose Abstimmung zwischen allen Beteiligten konnte das Projekt termingerecht, wirtschaftlich und in hoher Qualität abgeschlossen werden.

Technische Daten im Überblick

  • Altanlage: 1 × Absorptionskältemaschine mit 4.000 kW Kälteleistung, 6.000 kW Dampfbedarf, Gewicht 36 t
  • Neuanlage: 2 × Kompressionskältemaschinen mit je 6.000 kW Kälteleistung, elektrische Leistung 966 kW, Gewicht je 36,4 t

Wesentliche Arbeitsschritte

  • Rückbau der alten Maschine inklusive Rohrleitungen, Regelung und Kühltürmen
  • Einfrieren der DN-400-Anschlussleitungen und Einbau neuer Absteller
  • Neubau der Fundamente und Anpassung des Stahlgestells für die neuen Kühltürme
  • Installation neuer Pumpen, Rohrleitungen und moderner Regelungstechnik
  • Einbringung der Maschinen mit Kran- und Schwerlasttechnik
  • Montage der Kühltürme auf dem Dach im Bereich des Hubschrauberlandeplatzes
  • Inbetriebnahme und Aufschaltung auf die Gebäudeleittechnik

Projektdaten

Inbetriebnahme: seit Mai 2025 läuft die Anlage störungsfrei und wurde erfolgreich an die Betriebstechnik übergeben, die das Projekt tatkräftig unterstützt hat und nun den laufenden Betrieb sicherstellt

Fazit:

Dieses Projekt steht beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung aus Eigenleistung, technischer Innovation und partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Es zeigt, wie durch engagierte Teamarbeit und fachliche Kompetenz moderne und nachhaltige Versorgungslösungen geschaffen werden können.


Planungs- und Bauzeit: 10/2023 bis 05/2025

Gesamtbausumme: 4,5 Mio. €

Bauherr: Universitätsmedizin Göttingen (UMG)

Planung und Umsetzung: Universitätsmedizin Göttingen (UMG)

Austausch veraltetes MRT-Gerät in ein 3-Tesla-Gerät

Technische Umsetzung zur Modernisierung der technischen Infrastruktur

Im Jahr 2024 hat die Radiologie-Abteilung die Entscheidung getroffen, dass in der MRT-4-Gebäude befindliche, veraltete MRT-Gerät durch ein hochmodernes 3-Tesla-System zu ersetzen. Diese bedeutende Investition brachte nicht nur eine enorme Steigerung der diagnostischen Leistungsfähigkeit mit sich, sondern machte auch eine umfassende Modernisierung der technischen Infrastruktur erforderlich.

In dieser Projektvorstellung konzentrieren wir uns vollständig auf den technischen Teil der Modernisierung.

Erneuerung der Lüftungsanlage

  • Alte Anlage: Rudimentäres Gerät, Luftvolumen: 2.000 m³/h
  • Neue Anlage: Hochleistungs-Lüftungssystem, Luftvolumen: 2.600 m³/h, zweistufige Filterung, Energierückgewinnungssystem, präzise Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung.

Die Anforderungen des MRT-Herstellers an Temperatur- und Feuchtigkeitsstabilität konnten mit der alten Anlage nicht erfüllt werden. Daher war eine vollständige Erneuerung zwingend notwendig.

Austausch der Kälteanlage – die größte Herausforderung

Eine der komplexesten Aufgaben des Projekts war die Modernisierung der Kälteversorgung. Das neue 3-Tesla-MRT benötigt nahezu die doppelte Kühlleistung im Vergleich zum Vorgängermodell.

  • Alte Anlage: Klassischer Kaltwassersatz, Kälteleistung: 70 kW
  • Neue Anlage: Hochleistungs-Kältemaschine, Kälteleistung: 135 kW

Ein weiterer wesentlicher Vorteil der neuen Kälteanlage ist die deutlich verbesserte Energieeffizienz. Besonders hervorzuheben ist hierbei die neue Kälteanlage mit integrierter Free-Cooling-Funktion.Während der kälteren Jahreszeiten kann die Anlage die niedrigen Außentemperaturen nutzen, um das Kühlmedium nahezu ohne Einsatz mechanischer Kältemaschinen zu temperieren.

Aufgrund von Lieferverzögerungen im Jahr 2024 musste kurzfristig ein temporärer Kälteersatz installiert werden, um den Betrieb des neuen Gerätes sicherzustellen. Zusätzlich verlangten die strikten Herstellervorgaben separate Zuleitungen für jeden einzelnen Schaltschrank, inklusive eigener Temperatur- und Volumenstromregelung pro Kühlkreis. Dieses Konzept erlaubt eine besonders feine, präzise Steuerung und garantiert die Einhaltung der hohen Standards von Siemens.

Elektrische Installation & Automatisierung

Neben den Gebäudetechnischen Anlagen wurde auch die elektrische Infrastruktur vollständig modernisiert. Alle Systeme – Lüftung, Kühlung und Elektrik – wurden in ein leistungsfähiges, 24/7 überwachtes Automatisierungssystem integriert. Dieses kontrolliert kontinuierlich sämtliche Betriebsparameter und stellt sicher, dass das MRT-Gerät jederzeit unter optimalen Bedingungen betrieben werden kann.

Projektlaufzeit und Investition

Die gesamte technische Umsetzung – von der Kostenanalyse über die Planung, Ausführung bis zur Inbetriebnahme – erstreckte sich über etwa vier Monate, von Juni bis September 2024.

Die Gesamtinvestition für die technischen Maßnahmen, einschließlich der Elektroinstallationen, belief sich auf rund eine halbe Million Euro.

Planung und Umsetzung durch internes UMG-Team

Die komplette technische Projektplanung – von der Auslegung über die Auswahl aller Anlagen bis hin zum Projektmanagement – wurde erfolgreich und vollständig vom internen Baumanagement der UMG durchgeführt, ohne Unterstützung eines externen Ingenieurbüros.

Mit diesem Projekt wurde ein zukunftsweisender technischer Standard geschaffen, der die Diagnostische Qualität erheblich steigert und die Radbiologieabteilung stärkt.


Planungs- und Bauzeit: 06/2024 bis 09/2024

Gesamtbausumme: 500.000,00 €


Bauherr: Universitätsmedizin Göttingen (UMG)

Planung und Umsetzung: Universitätsmedizin Göttingen (UMG)

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