COFONI

COVID-19 Forschungsnetzwerkes Niedersachsen

Unsere Ziele

Ziel des Verbundforschungsvorhabens COFONI ist es, über einen längeren Zeitraum grundlegende und wichtige Fragen zum Virus, zu molekularen Grundlagen für die Wirk- und Impfstoffentwicklung sowie zur Vorhersage und Beeinflussung des Pandemiegeschehens zu erforschen. Neue Erkenntnisse sollen helfen, neue Therapieformen zu entwickeln und dem Land Niedersachsen weitere Instrumente an die Hand geben, um die Bevölkerung vor Infektionen mit SARS-CoV-2 zu schützen.

Zentral koordiniert wird die standortübergreifende Vernetzung im Forschungsnetzwerk COFONI durch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Prof. Dr. Jürgen Wienands, Forschungsdekan der UMG, leitet die zentrale Koordinierungsstelle zusammen mit Prof. Dr. Maren von Köckritz-Blickwede von der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo). Beginnen sollen die Forschungen im Netzwerk voraussichtlich Anfang 2021.

Vier Schlüsselbereiche

Das Forschungsnetzwerk COFONI führt die in der Metropolregionen Göttingen, Hannover und Braunschweig vorhandenen wissenschaftlichen Kernkompetenzen in vier Schlüsselbereichen zusammen, die von entscheidender Bedeutung für die Bewältigung der Corona-Pandemie sind:

1. Epidemiologische Modellierung zur Pandemiebewältigung,
2. Antivirale Strategien über Wirk- und Impfstoffe,
3. Digitale Infektionsmedizin für eine individualisierte Versorgung von Patient*innen sowie
4. Pathophysiologie zur Immunmodulation und -kontrolle.

Schlüsselbereich 1: Epidemiologische Modellierung: Pandemie-Intervention

Koordination: Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
In dem Schlüsselbereich „Epidemiologische Modellierung: Pandemie-Intervention“ sollen weiterführende und neue Modellierungsansätze entwickelt werden, die entscheidende Erkenntnisse über Infektionsverläufe für die Medizin und Epidemiologie, aber auch für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften liefern. Gezielte epidemiologische Modelle, u.a. zur Infektionsdynamik unter verschiedenen Bedingungen sollen helfen, das Geschehen in Hotspots und stark lokalisierten Ausbruchsherden besser zu verstehen. Ziel ist eine effiziente und effektive Infektionskontrolle.

Schlüsselbereich 2: Antivirale Strategien: Wirk- und Impfstoffe

Koordination: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
Der Schlüsselbereich „Antivirale Strategien: Wirk- und Impfstoffe“ bündelt die Forschung zu vielfältigen wissenschaftlichen Ansätzen, um das Corona-Virus wirksam zu bekämpfen. Es sollen virale Schlüssel-Faktoren identifiziert werden, die als therapeutische Zielstrukturen für die Entwicklung von Medikamenten geeignet sein könnten. Neben niedermolekularen Wirkstoffen stehen auch therapeutische Antikörper und neuartige Impfstoffe im Fokus der Forschung.

Schlüsselbereich 3: Digitale Infektionsmedizin: Individualisierte Patientenversorgung

Koordination: Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
Der Schwerpunkt des Schlüsselbereichs „Digitale Infektionsmedizin: Individualisierte Patientenversorgung“ liegt auf der Entwicklung und praktischen Erprobung neuer Informatik-Methoden für eine individualisierte Patientenversorgung. Diagnostische und prognostische Modellesollen entwickelt werden, mit denen sich bisher unbekannte Zusammenhänge zur Entstehung und dem Verlauf von Corona-Erkrankungen aufdecken lassen. Ziel ist unter anderem, dadurch die rasche und präzise Diagnose zu ermöglichen, aber auch Prognosen zum Verlauf für individuelle Patient*innen. Dafür kommen Verfahren aus dem Bereich Maschinenlernen und Künstliche Intelligenz zum Einsatz.

Schlüsselbereich 4: Pathophysiologie: Immunmodulation und -kontrolle

Koordination: Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)
Der Fokus der in dem Schlüsselbereich „Pathophysiologie: Immunmodulation und -kontrolle“ angesiedelten Forschungsprojekte liegt auf den mit einer SARS-CoV-2-Infektion verbundenen krankmachenden Mechanismen sowie der Entschlüsselung immunologischer Prozesse. Untersucht werden u.a. die angeborenen und erworbenen Immunantworten nach einer mild- oder schwer-verlaufenden SARS-CoV-2-Infektion im Tiermodell und auch im Menschen. Zwei wichtige pathophysiologische Faktoren stehen dabei im Mittelpunkt: der Einfluss von Alter und Vorerkrankung auf die klinische Manifestation der COVID-19 Erkrankung.

Zentrale Technologie-Plattform

Eine zentrale Technologie-Plattform stellt allen Netzwerk-Beteiligten übergreifende Methoden und Tiermodelle sowie Daten- und Biobanken mit größtmöglicher Effizienz zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung.

Fördermittel aus dem COFONI-Topf für Projektvorhaben in den vier Schlüsselbereichen können alle Forschungseinrichtungen aus Niedersachsen beantragen. An den zukünftigen Forschungsprojekten können sich auch die jeweils ortsansässigen Institutionen der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft beteiligen. Zur wissenschaftlichen Qualitätssicherung der Projekte sollen zu den Anträgen externe Gutachten von fachlich ausgewiesenen Personen eingeholt werden.

Kontakt

Sprecher / Auswahlkommission Jacob-Henle-Programm

Prof. Dr.  Jürgen Wienands

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