Abteilung für Geriatrie

Die Abteilung Geriatrie wurde 2019 an der UMG gegründet und ist im Heart & Brain Center Göttingen sowie als aktives Mitglied im Herzzentrum Göttingen verankert. Weiterhin arbeiten wir in enger Kooperation mit den Kliniken für Neurologie und den Kliniken für Kardiologie und Pneumologie. Eine Förderung erfolgt durch die Robert-Bosch-Stiftung.

Was ist Geriatrie?

Altersmedizin - ein junges Fach der Medizin

Unsere Lebensspanne wird immer länger. Derzeit ist bereits einer von fünf Menschen in Deutschland über 65 Jahren alt. Die „Baby-Boomer"-Jahrgänge kommen erst noch; in 10 Jahren ist bereits jeder Dritte über 65 Jahren. Im Jahr 2060 wird es etwa genauso viele über 80-Jährige geben wie unter 20-Jährige.

Auch wenn die moderne Medizin viele Erkrankungen heilen oder verzögern kann, nehmen die Erkrankungen mit steigendem Alter naturgemäß zu. 

Geriatrie ist die Lehre von den Krankheiten alternder Menschen. Es handelt sich um eine „Spezialdisziplin", die sich mit körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekten in der Versorgung von aktuen und chronischen Krankheiten befasst. Hinzukommt - und dies ist uns besonders wichtig - auch die Gesundheit im Alter, die Rehabilitation und Prävention im Sinne von „erfolgreichem Altern".

Die UMG hat diese Aspekte als sehr wichtig erachtet und deshalb beschlossen, zum Wohle der Patientinnen und Patienten eine neue Abteilung zu gründen. 

Quelle: W&B/Stephan Hück

Neue gesamtheitliche Betrachtung an der UMG

Medizinisches Netzwerken von großem Vorteil

Bei folgenden Fragestellungen hilft die Abteilung für Geriatrie weiter: 

  • akute oder Verschlechterung einer chronischen Krankheit
  • Wenn mehrere Erkrankungen zusammenkommen, die komplexe Auswirkungen auf die Gesamtgesundheit haben
  • Beeinträchtigung der Mobilität und Stürze
  • Demenz und Delir
  • Beeinträchtigung von Nahrungsaufnahme und Ausscheidung
  • nach Akutereignissen oder -eingriffen insbesondere bei Patienten mit Vielfacherkrankung wie z.B. Herz- und Nierenschwäche, Bluthochdruck, Mangelernährung, chronische Schmerzen durch Arthrose und Osteoporose und vieles mehr

Wobei können wir Ihnen helfen?

Multimorbidität & Polypharmazie

  • Mit den Erkrankungen, die im Laufe eines Lebens zusammenkommen (Multimorbidität), gehen oft Beeinträchtigungen einher, die viele Ursachen haben können, zum Beispiel Gangstörungen und Stürze, Schwindel, Blasenstörungen und verzögerte Wundheilung. Oft führt dies zu Gebrechlichkeit im Alter.
  • Schwerpunkte der UMG sind Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit, wie sie im Rahmen von Demenzerkrankungen oder den akukten Verwirrtheitszustand nach einer Operation (Delir) auftreten können
  • Die Anforderungen an die Medizin sind in der Regel komplexer Natur und erfordern einen ganzheitlichen Ansatz und eine gute Vernetzung. Diese bieten wir Ihnen nun neu in Göttingen. 

Prävention & Rehabilitation

  • Wir möchten dabei helfen, möglichst gesund ein hohes Lebensalter bei hoher Lebensqualität zu erreichen.
  • Gemeinsam mit Ihnen finden wir gemeinsam die für Sie individuelle Prävention oder Rehabilitation.
Quelle: W&B/Stephan Hück

"Ich bin ausgebildete Neurologin und Geriaterin. Als Geriaterin verstehe ich mich als Netzwerkerin zwischen den Disziplinen und auch Professionen.

Meine Forschungsschwerpunkte sind kognitive Beeinträchtigungen im Alter von der Alzheimer Demenz bis zu akuten Verwirrtheitszuständen (Delir), zum Beispiel nach Operationen.

Mir liegt als Rehabilitationsmedizinerin auch der ganzheitliche Aspekt bei der Patientenbehandlung am Herzen - vor dem Hintergrund des sogenannten biopsychosozialen Modells der ICF; dort umfasst Versorgung mehr als nur rein medizinisches Handeln."

Prof. Dr. med. Christine von Arnim
Leiterin der Abteilung Geriatrie

Geriatrie in Göttingen

Ziele & Visionen

  • Erforschung grundlegender Mechanismen, die zur Entstehung von altersabhängigen Erkrankungen an Herz und Hirn beitragen
  • Suche nach Mechanismen, die übergreifende Schädigung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bzw. Demenz erklären
  • In Registern und Kohorten soll der Zusammenhang von Alter, Herzerkrankungen - insbesondere Herzinsuffizienz - und die Auswirkungen auf Alltagsfunktionalität und Lebensqualität erfasst werden. Hierdurch sollen Risikofaktoren, Prädiktoren/Signaturen und Biomarker gefunden werden, die Prävention ermöglichen.
  • Interventionen durchführen:
    1. klinische Studien durchführen 
    2. Die Forschungsergebnisse in Behandlungskonzepte für Patienten umsetzen.
  • wissenschaftliche Evidenz schaffen
  • Prüfen, inwieweit neue Technologien zu einer verbesserten Versorgung bei älteren Menschen führt

Kontakt

Leitung Geriatrie

Prof. Dr. Christine von Arnim

Kontaktinformationen

Sekretariat

Folgen Sie uns