Arbeitsfelder & Projekte

Medizindidaktik

Die Medizindidaktik ist in vielen Arbeitsfeldern aufgestellt, wie E-Learning, Curriculumsentwicklung und Simulationen.

Mit unseren Projekten greifen wir aktuelle Entwicklungen auf, die insbesondere digitale Lehr- und Lernformate fördern sollen. Unsere Projekte werden kontinuierlich weiterentwickelt und evaluiert.

Digitales Prüfungs- und Schulungszentrum (DIPS)
Digitales Prüfungs- und Schulungszentrum (DIPS)

Arbeitsfelder - Infos & Kontakte

Curriculumsentwicklung

Curriculumsentwicklung

Das Team der Medizindidaktik ist in die Entwicklung, (Um-)Gestaltung und Optimierung der medizinischen Curricula an der UMG involviert. Beispielsweise wurde im Jahr 2017 der „Göttinger Lernzielkatalog für den klinischen Studienabschnitt“ (https://www.umg.eu/studium-lehre/studiengaenge/humanmedizin/klinik-humanmedizin/lernzielkatalog/) grundlegend überarbeitet, mit dem NKLM 1.0 in Einklang gebracht und um zentrale „Anvertraubare Professionelle Tätigkeiten“ (engl. Entrustable Professional Activities, EPA) erweitert.

Mit der neuen Ärztlichen Approbationsordnung (ÄApprO, ab 2025) und der neuen Zahnärztlichen Approbationsordnung (ZApprO, ab 2021) werden umfassende Neustrukturierungen des humanmedizinischen und des zahnmedizinischen Curriculums an der UMG notwendig, und auch an der Umsetzung des neuen NKLM 2.0 wird das Team der Medizindidaktik aktiv mitwirken.

Ansprechpartner*in: Tim Becker, Helen Mayrhofer

Lernzielorientierte Evaluation der Lehre

Lernzielorientierte Evaluation der Lehre

Am Ende jedes Moduls wird eine Evaluation durchgeführt. Dabei können unterschiedliche Dimensionen der Lehrqualität betrachtet werden. Neben der studentischen Zufriedenheit mit der Lehre können einerseits strukturelle und prozedurale Aspekte der Lehre, andererseits aber auch die Professionalität der Lehrenden und der studentische Lernerfolg bewertet werden. Die in Göttingen entwickelte Lernerfolgsevaluation bezieht sich auf den Lernzielkatalog, nutzt die Selbsteinschätzung der Studierenden hinsichtlich des eigenen Lernzuwachses und hilft dabei, spezifische Stärken und Schwächen einzelner Lehrveranstaltungen und Module zu identifizieren.

Ansprechpartnerin: Helen Mayrhofer

E-Learning

Die Universitätsmedizin Göttingen hat das Ziel, die Lehre nachhaltig zu unterstützen, innovative digitale Lehrformate langfristig zu implementieren und somit eine hohe Ausbildungsqualität zu gewährleisten. Zu den digitalen Lehr-Interventionen, die von unserem Bereich durchgeführt bzw. begleitet werden, gehören die elektronischen Fallseminare, die studienbegleitende Examensvorbereitung #clue, das Podcast-Programm MOVIE sowie das Inverted Classroom-Projekt, die auf dieser Seite unter "Projekte" beschrieben werden.

Wir bieten Dozierenden Unterstützung hinsichtlich der didaktisch-konzeptionellen Ausrichtung und der Einbettung des Lehr-/Lernformats in die curriculare Gesamtentwicklung an. Dabei reicht unser Angebot von der Beratung bis hin zur Durchführung, Auswertung und Evaluation. Eine Beratung kann auch dazu dienen, bereits vorhandene Synergien an der Fakultät zu nutzen und mögliche Projektpartner*innen zusammenzubringen.

Gerne können Sie sich mit folgenden Anliegen an uns wenden:

  • Unterstützung bei der Digitalisierung der Lehre (bspw. Vorlesungsaufzeichnungen, Videoproduktion)
  • Beratung bezgl. des Einsatzes digitaler Tools in der Lehre
  • Unterstützung bei der Erstellung digitaler formativer Prüfungsmodule
  • Unterstützung bei der Erstellung von ILIAS Online-Kursen/Lernmodulen

Ansprechpartnerin: Amelie Friederike Büttcher

Elektronische Prüfungen

Studierende und Lehrende profitieren bei E-Prüfungen von einer Verringerung der Korrekturzeit und einer schnelleren Bekanntgabe von Prüfungsergebnissen. Standardisierte Prüfungsabläufe und leicht lesbare Schriften führen zu einer objektiveren Benotung. Die Qualität der Fragen wird durch vielfältige Fragenformate, zum Teil auch durch die Einbindung von Bildern oder Videoclips, unterstützt. Im Nachgang hilft die Erhebung von statistischen Daten, die Klausuren ständig zu optimieren. Lehrende erhalten eine technische Einweisung in die Prüfungssoftware und haben die Möglichkeit, an einer didaktisch ausgerichteten Schulung zur Erstellung guter Prüfungsfragen teilzunehmen. Studierende haben die Möglichkeit an einer Einweisung, inklusive allgemeiner Übungsklausur, teilzunehmen und freie Übungszeiten im Prüfungsraum zu nutzen.

Ansprechpartner: Dr. Manfred Herrmann

IT-Systementwicklung

Zu unseren Tätigkeitsschwerpunkten in der Lehr IT und somit zu unseren Kernaufgaben gehören zum einen die IT-Systemadministration, das Consulting für IT-Projekte innerhalb der Lehre sowie die ständige Begleitung und Entwicklung von IT Projekten für verschiedene Fachbereiche der UMG.

  • Betreuung der IT-Infrastruktur des Digitalen Prüfungs- und Schulungszentrums (DiPS) im Auftrag der UMG
  • IT-Systemadministration unterschiedlicher IT-Systeme für die Lehre (EvaSys, LuPo, StuPo, IMS, Ilias und FACTScience)
  • Ständige Weiterentwicklung und Betreuung der in der Lehre eingesetzten IT-Systeme
  • Beratung und Betreuung (Consulting) für IT-Projekte innerhalb der Lehre
  • Schulungen für alle eingesetzten Systeme
  • Enge Zusammenarbeit mit weiteren IT-Bereichen der UMG
  • Schaffung und Optimierung von Schnittstellen

Ansprechpartner: Christian Münscher

Lehrhospital

Das UMG Lehrhospital ermöglicht praxisnahe Lehre in verschiedenen, dafür eingerichteten Räumlichkeiten wie z. B. Bettenzimmern, einem ambulanten Sprechzimmer oder einem Wohnzimmer. Dort können klinische oder aber auch hausärztliche Situationen des ärztlichen Alltages wie zum Beispiel Anamnese, Untersuchung, Visiten oder Übergaben, in einem geschützten Raum geübt und trainiert werden. Durch Medientechnik können die Situationen von einem Nebenraum aus beobachtet, auf Wunsch auch aufgenommen und nachbesprochen werden.

Ansprechpartner: Sascha Ludwig

Simulationspersonen-Programm

Simulationspersonen (SP) sind geschulte Personen, die eine definierte Rollenbiographie in Übungen und Prüfungen in der medizinischen Ausbildung übernehmen. Dabei steht das Training von Gesprächen zwischen Ärzt*innen und Patient*innen (Anamnese, Aufklärung) sowie körperlichen Untersuchungen im Mittelpunkt. SP spielen keine eigenen Erkrankungen, sondern erhalten Rollenbiographien, die bestimmte Krankheitsbilder, Symptome, Verhaltensweisen und Persönlichkeitsmerkmale mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus umfassen. In kleinen Rollenspielen können Studierende ihre kommunikativen und praktischen Fertigkeiten trainieren. In besonderen Übungseinheiten geben Simulationspersonen auch ein Feedback aus „Patient*innensicht“.

https://www.umg.eu/studium-lehre/staeps/simulationspatienten-programm/

Ansprechpartnerin: Susanne Borgmann

Projekte - Infos & Kontakte

BMBF-Projekt: Studierendenauswahlverbund (stav)

Der Studierendenauswahlverbund (https://www.projekt-stav.de/) „stav“ hat zum Ziel, die Einführung von wissenschaftlich fundierten, strukturierten und standardisierten Auswahlverfahren an allen deutschen Medizinfakultäten zu fördern. Testverfahren, die im Rahmen des stav-Projekts als potenzielle Auswahlkriterien entwickelt werden, sollen mit Outcomekriterien für die ärztliche Tätigkeit validiert werden. Am Standort Göttingen untersuchen wir die Fragestellung, wie gut die bisher eingesetzten Auswahlverfahren sind. Darüber hinaus wirken wir an der Entwicklung von kompetenzbezogenen Outcomekriterien mit. Insbesondere die Messung klinischer Entscheidungskompetenz gehört zu einem unserer Schwerpunkte.

Ansprechpartnerinnen: Lia Espe und Sabrina Heick

#clue

Im Projekt #clue ("cross-linked undergraduate education") haben Studierende die Möglichkeit, sich semesterbegleitend auf den schriftlichen Teil des Zweiten Staatsexamens vorzubereiten. Hierzu beantworten die Studierenden des vierten vorklinischen sowie dritten bis sechsten klinischen Semesters über die webbasierte App DailyClue wöchentlich kleine "Pakete" von Examensfragen, die sowohl inhaltlich als auch zeitlich auf das jeweilige Modul und die spezifische Vorlesungswoche abgestimmt sind. Die Bearbeitung der Fragen bildet die Grundlage für interdisziplinäre Lehrveranstaltungen, in denen Dozierende verschiedener Fachrichtungen und Module auf wesentliche Aspekte der gezeigten Fragen eingehen. Durch das Projekt möchten wir die Vernetzung der verschiedenen Fächer stärken und Studieninhalte durch regelmäßige unbenotete Prüfungs-/Fragenmodule wiederholen bzw. festigen.

Ansprechpartnerin: Amelie Friederike Büttcher

E-Fallseminare

Seit 2013 werden in ausgewählten Lehrmodulen des klinischen Studienabschnitts sog. elektronische Fallseminare (E-Fallseminare) angeboten. Im Rahmen dieser wöchentlichen Seminare absolvieren die Studierenden computerbasierte formative (d.h. unbenotete) Key-Feature-Prüfungen; dabei werden sie mit virtuellen klinischen Fällen konfrontiert, an deren Schlüsselstellen (engl. key features) offene Fragen zum weiteren diagnostischen und therapeutischen Vorgehen zu beantworten sind. In mehreren begleitenden Studien konnten wir zeigen, dass die Teilnahme an den E-Fallseminaren zu einer Verbesserung der klinischen Entscheidungskompetenz der Studierenden führt. Trotzdem wird dieses Lehrformat stetig weiterentwickelt und auch kontinuierlich beforscht. Momentan arbeiten wir daran, die E-Fallseminare auf weitere Module im klinischen Studienabschnitt auszuweiten.

Ansprechpartner: Tim Becker

Inverted Classroom

Dieses vom Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur im Rahmen der Förderlinie „Qualität plus“ geförderte Projekt zielt darauf ab, Inverted-Classrooms nachhaltig im Medizinstudium zu etablieren. Im Studiengang der Humanmedizin der UMG kommen Online-Lehrformate bisher nur vereinzelt zum Einsatz. Ziel des Projektes ist es, Lehrende durch Weiterbildungsmaßnahmen und gezielte Unterstützung dazu zu befähigen, Online-Lehrmaterialien (Lernmodule, Lernvideos und Screencasts) zu erstellen und didaktisch fundiert curricular zu verankern. Die Lehrmaterialien sollen dazu dienen, im Sinne des Inverted-Classroom-Konzeptes den Studierenden in Form von Blended Learning ein aktivierendes Selbstlernen vor den Präsenzphasen zu ermöglichen. Zudem sollen Lehrende darin unterstützt werden, interaktive (digitale) Unterrichtsformen an die Stelle traditioneller (frontaler) Lehre treten zu lassen.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und quantitativ sowie qualitativ evaluiert.

Ansprechpartner*in: Dr. Jasmin Decker und M. A. Robert Wietzke

Weitere Informationen: Infografik – Einsatz von Inverted Classrooms im Medizinstudium

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