| Presseinformation Nr. 112 / 2022

Kompakt in einer App: Programm zu Demenz-Therapie und -Prävention

Interdisziplinäres Gründungsteam der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) erhält EXIST-Stipendium über 118.000 Euro.

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Svenja Zihsler, Ideengeberin von Mentalee, und ihr interdisziplinäres Team aus der UMG erhält Gründungsstipendium. Foto: Tobias Blank

(umg) Übungen und Tipps zur Demenz-Vorbeugung kompakt in einer App: Die Humanmedizin-Studentin Svenja Zihsler der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) entwickelt zusammen mit einem interdisziplinären Team eine App zur Demenzprävention. Die Anwendung soll dabei helfen, Krankheitsverläufe hinauszuzögern. Unterstützt von der Gründungsförderung der Universität konnte das Team „Mentalee“ ein EXIST-Gründungsstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Höhe von über 118.000 Euro einwerben. Damit kann das Team Mentalee ein Jahr lang ihre App zur Demenzprävention weiterentwickeln. Bereits im Januar 2022 konnte „Mentalee“ erfolgreich 10.000 Euro über eine Crowdfunding Kampagne einsammeln.

„Unser Ziel ist ein individuelles, Multikomponenten umfassendes, aktives Programm zur Demenztherapie und -prävention in einer App“, sagt Svenja Zihsler, Ideengeberin von Mentalee. Unter Berücksichtigung von körperlichen und geistigen Einschränkungen erstellt die App ein Trainingsprogramm und passt es an das Leistungsniveau der jeweiligen Nutzenden an. Das Training ist abwechslungsreich und motivierend gestaltet, um zeitlich und örtlich flexibel eine optimale Präventionsmaßnahme bieten zu können. Die Nutzenden erhalten direktes Feedback zur Übungsdurchführung und können mit einem virtuellen Trainer interagieren.

„Während der EXIT-Förderphase laufen die Vorbereitungen für den Start der ersten Studie, die die Wirksamkeit unseres Programms zur Demenzprävention belegen soll. Derzeit schreiben wir an dem Ethikantrag und hoffen, schon bald mit der Vorstudie beginnen zu können“, sagt Svenja Zihsler, Ideengeberin von Mentalee. Fachliche Unterstützung erhält das Team von Mentor Priv.-Doz. Dr. Dr. Björn Schott von der Lern- und Gedächtnisambulanz in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen. Er bringt seine Erfahrung in der Betreuung von Demenzerkrankten ein, gibt Anregungen und steht bei der Prüfung der Wirksamkeit der App in einer klinischen Studie unterstützend zur Seite.

Hintergrund

Mit EXIST-Forschungstransfer des BMWK sollen Forschungsergebnisse, die das Potenzial besitzen, Grundlage einer Unternehmensgründung zu werden, zunächst in der wissenschaftlichen Einrichtung – einer Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung – weiterentwickelt werden. So soll geprüft werden, dass die prinzipielle technische Machbarkeit der Produktidee sichergestellt ist und eine Gründung erfolgen kann. Nach anderthalb Jahren muss das Unternehmen gegründet sein, um die zweite Förderphase beantragen zu können.

WEITERE INFORMATIONEN:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Stefan Weller
Leiter Unternehmenskommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecher
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