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Neue Wege für moderne Pflege: Universitätsmedizin Göttingen startet Pflegepool Plus

Flexible Arbeitszeiten, verlässliche Dienstpläne und persönliche Betreuung: Mit dem neuen Pflegepool Plus schafft die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ein Angebot für Pflegefachpersonen, die Beruf und Leben besser miteinander verbinden möchten. Ziel ist es, neue Mitarbeitende zu gewinnen, Teams nachhaltig zu entlasten und Pflegeberufe besser mit dem Privatleben vereinbar zu machen.

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Die Kampagne zum Pflegepool Plus der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wird per Buzzer gestartet von Prof. Dr. Lorenz Trümper, Vorstand Krankenversorgung der UMG, und Helle Dokken, Pflegedirektorin der UMG. Foto: umg/niklas richter
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Zwei Mitarbeiterinnen des Pflegepools der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) (v.l.n.r.): Tanja Schauder und Silke Bensemann mit Plakat der Kampagne, auf der sich abgebildet sind. Foto: umg/niklas richter
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Das Team rund um den Pflegepool Plus der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) (v.l.n.r.): Tanja Schauder und Silke Bensemann, Mitarbeiterinnen des Pflegepools der UMG, Melanie Freiberger, Disponentin Pflegepool Plus der UMG, Merve Olgun, Recruiterin Pflegepool Plus der UMG, Manuel Reuper, Leiter Pflegepool Plus der UMG, Maximilian Schulenberg, Disponent Pflegepool Plus der UMG, Helle Dokken, Pflegedirektorin der UMG. Foto: umg/niklas richter

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) startet ab sofort mit dem „Pflegepool Plus“ ein neues Angebot für examinierte Pflegefachpersonen. Ziel ist es, mehr Menschen für die Pflege an der UMG zu gewinnen und gleichzeitig moderne Arbeitsbedingungen zu schaffen, die sich an den unterschiedlichen Lebensrealitäten der Mitarbeitenden orientieren. 

Ganz konkret bedeutet das: Im Pflegepool Plus entscheiden Pflegefachpersonen selbst, wann, wie oft und in welchem Bereich sie arbeiten möchten. Ob nur wenige Stunden pro Woche, feste Nachtdienste oder ausschließlich Einsätze am Wochenende – die Dienstplanung wird im Plusbüro individuell abgestimmt. Gleichzeitig profitieren die Mitarbeitenden von langfristig planbaren Diensten und einem verlässlichen Dienstplan.

Gleichzeitig soll das Stamm-Pflegeteam auf den Stationen spürbar entlastet werden. Die Kolleg*innen aus dem Pflegepool Plus springen dort ein, wo personelle Engpässe entstehen – beispielsweise bei kurzfristigen Krankheitsausfällen, erhöhtem Pflegebedarf oder vorübergehenden Vakanzen. Zudem wird die Versorgungssicherheit gestärkt und Stationsschließungen oder Bettensperrungen aufgrund von Personalmangel reduziert. 

Ein zentrales Element des Pflegepool Plus ist zudem die persönliche Betreuung. Ein vierköpfiges Team im Plusbüro steht bereit, interessierte Bewerber*innen individuell durch den Bewerbungs- und Planungsprozess zu begleiten und gemeinsam ein passendes Arbeitsmodell zu finden.

Reaktion auf Herausforderungen des Fachkräftemangels 
Die UMG beschreitet mit dem Projekt neue Wege. „Mit dem Pflegepool Plus schaffen wir ein modernes Arbeitsmodell, das den Anforderungen einer zeitgemäßen Universitätsmedizin gerecht wird. Flexible und gleichzeitig verlässliche Arbeitsbedingungen sind ein entscheidender Faktor, um qualifizierte Pflegefachpersonen zu gewinnen und langfristig an die UMG zu binden“, sagt Prof. Dr. Lorenz Trümper, Vorstand Krankenversorgung der UMG. „Damit stärken wir unsere Teams und gleichzeitig die Qualität der Patient*innenversorgung.“

Aus pflegerischer Sicht ist das Projekt eine wirksame Reaktion auf die wachsenden Herausforderungen des Fachkräftemangels im Bereich Pflege. „Pflegefachpersonen wünschen sich heute mehr Gestaltungsmöglichkeiten, Verlässlichkeit und persönliche Entwicklungsperspektiven. Genau hier setzt der Pflegepool Plus an“, erklärt Helle Dokken, Pflegedirektorin der UMG. „Wir möchten Pflege so organisieren, dass sie zu den unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Mitarbeitenden passt.“

Beruf und Privatleben besser vereinbaren
Wie wichtig planbare Arbeitszeiten für den Alltag sind, zeigt das Beispiel von Pflegefachperson Tanja Schauder. Die 40-Jährige arbeitet seit zwei Jahren im bisherigen Pflegepool der UMG. Nach ihrer zweiten Schwangerschaft suchte sie ein Arbeitsmodell, das sich zuverlässig mit der Betreuung ihrer beiden Kinder vereinbaren lässt. „Der verlässliche Dienstplan war für mich ein entscheidender Punkt“, sagt Schauder. „Damals hat mein Mann noch studiert und wir mussten die Kinderbetreuung genau organisieren.“ Heute arbeitet sie überwiegend passend zu den Betreuungszeiten ihrer Familie, übernimmt manchmal auch Wochenend-Spätdienste und erlebt die Flexibilität des Pflegepools als große Entlastung.

Besonders schätzt sie die Abwechslung: „Man arbeitet immer wieder mit neuen Teams zusammen und lernt unterschiedliche Bereiche kennen.“ Gleichzeitig brauche es Offenheit und die Bereitschaft, sich auf neue Situationen einzustellen. „Dadurch bleibt man flexibel und entwickelt sich fachlich und persönlich weiter“, so Schauder.

Arbeiten im Wunschbereich
Die UMG bündelt ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in fünf Fachbereichen: Innere Medizin, Psychiatrie, Pädiatrie, Intensiv/IMC sowie Chirurgie. Pflegefachpersonen wählen den Bereich, der zu ihrer Erfahrung, Qualifikation oder ihren Interessen passt und werden dort eingearbeitet. Das Angebot richtet sich an alle examinierten Pflegefachpersonen, die flexible und verlässliche Arbeitsbedingungen suchen. Auch wer nach einer längeren beruflichen Pause wieder einsteigen oder neue Fachbereiche kennenlernen möchte, erhält im Pflegepool Plus neue Möglichkeiten. 

Neue Perspektiven nach einer beruflichen Pause
Wie ein erfolgreicher Wiedereinstieg gelingen kann, zeigt das Beispiel von Pflegefachperson Silke Bensemann. Die 59-Jährige arbeitet seit mehr als zehn Jahren im bisherigen Pflegepool der UMG. Nach 23 Jahren außerhalb der Pflege entschied sie sich bewusst für dieses Arbeitsmodell. „Ich wusste damals noch nicht, welche Fachrichtung zu mir passt und wollte erst einmal schauen, ob die Pflege nach der langen Zeit noch das Richtige für mich ist“, erzählt Bensemann. Durch eine strukturierte Einarbeitung und die Möglichkeit, verschiedene Bereiche kennenzulernen, fand sie erfolgreich zurück in den Beruf.

Heute schätzt sie besonders die Abwechslung und die Verlässlichkeit. „Ein verlässlicher Dienstplan ist für mich wichtig, weil ich neben der Arbeit meine Eltern und Schwiegereltern unterstütze.“ Gleichzeitig erlebt sie die Arbeit im Pool als fachliche Bereicherung: „Man lernt ständig dazu. Ein Tag auf der Urologie, am nächsten Tag in der Unfallchirurgie oder Gynäkologie – genau das macht die Arbeit spannend.“ Auch die Stationen profitierten vom Pool-Konzept: „Man bringt neue Perspektiven mit und hinterfragt Abläufe manchmal anders. Davon profitieren beide Seiten.“

Ein Zukunftsprojekt für die Pflege
Die Grundlagen für den Pflegepool Plus wurden bereits im Sommer 2025 gelegt. Seither arbeitete eine Projektgruppe aus unterschiedlichen Bereichen der UMG an der Entwicklung des neuen Konzepts – von Pflege über Personal bis hin zum Controlling. Dazu gehörten die Analyse des regionalen Arbeitsmarktes, die Entwicklung neuer Einsatz- und Planungsmodelle sowie die Anpassung interner Prozesse und Strukturen. „Pflege muss sich den Lebensrealitäten der Menschen anpassen – nicht umgekehrt“, sagt Manuel Reuper, Leiter Pflegepool Plus. Recuiterin Merve Olgun ergänzt: „Mit Pflegepool Plus schaffen wir ein modernes Arbeitsmodell, das Flexibilität, Verlässlichkeit und attraktive Entwicklungsmöglichkeiten vereint.“ 

Mehr als 70 Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen der UMG standen für die jetzt gestartete Rekrutierungs-Kampagne selbst vor der Kamera und repräsentieren die Vielfalt, Professionalität und Attraktivität des Pflegeberufs. 

Interessierte Pflegefachpersonen können sich hier über die Möglichkeiten im Pflegepool Plus informieren. Zentrale Ansprechpartnerin im Plusbüro ist Merve Olgun, Recruiterin Pflegepool Plus, Telefon 0551 / 39-64600, merve.olgun(at)med.uni-goettingen.de 

Pressekontakt:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Leitung Unternehmenskommunikation
Lena Bösch 
Von-Siebold-Str. 3, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-61020
Fax 0551 / 39-61023
presse.medizin(at)med.uni-goettingen.de
www.umg.eu

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