Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)

Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) verbindet alle 37 Standorte der Universitätsmedizin innerhalb Deutschlands miteinander und ermöglicht so eine nationale Kooperation in der klinischen Forschung. Das NUM wurde im Rahmen des Krisenmanagements der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 gegründet, um die Datenerhebung und Forschung zu COVID-19 deutschlandweit zu koordinieren. Mittlerweile wird das Netzwerk aber zur interdisziplinären klinischen Forschung über alle medizinischen Fachbereiche hinweg genutzt.

Dem NUM ist es gelungen deutschlandweite Forschungsinfrastrukturen aufzubauen, die das Gesundheitssystem auch auf zukünftige Pandemien und Krisensituationen vorbereiten. Forschungsinfrastrukturen schaffen notwendige Plattformen, um einrichtungsübergreifend Daten und Bioproben für die medizinische Forschung bereitzustellen. Hierdurch wird die gemeinsame Nutzung von Forschungsdaten aus vielen Standorten und die Durchführung großer kooperativer Forschungsprojekte ermöglicht. Diese Infrastrukturen eignen sich u. a. besonders für Studien, die viele Daten benötigen und/oder für die Erforschung seltener Erkrankungen.

Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert. Der Grundsatz des NUM lautet „Kooperation statt Wettbewerb“ und es zeichnet sich dadurch aus, dass in diesem Netzwerk Wissenschaftler*innen aller deutschen Universitätskliniken und verschiedener Fachrichtungen in interdisziplinären Forschungsprojekten zusammenarbeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf kliniknaher Forschung, deren Ergebnisse die Patient*innenversorgung unmittelbar unterstützen.

In der ersten Förderphase (01.04.2020 bis 31.12.2021), die vom BMBF mit 150 Mio. Euro gefördert wurde, arbeiteten Wissenschaftler*innen im NUM in 13 bundesweit universitätsklinikübergreifenden Forschungsprojekten zusammen – davon elf unter Beteiligung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

In der zweiten Förderphase (01.01.2022 bis 30.06.2025) wurden dem NUM 240 Mio. Euro vom BMBF zur Verfügung gestellt. Aufbauend auf Ergebnissen und Strukturen der ersten Förderperiode wurden 30 Projekte bewilligt - davon 24 unter Beteiligung der UMG.

In der laufenden Förderphase stehen dem NUM bis 2030 voraussichtlich Fördermittel des BMFTR in Höhe von 580 Mio € zur Verfügung. Davon 200 Mio € aus dem Sondervermögen für Infrastruktur & Klimaneutralität (SVIK)Eine aktive Beteiligung der UMG besteht in 29 Projekten (Stand August 2026).

Fach- und Organspezifische Arbeitsgruppen (FOSA)

Forscher*innen, die nicht unmittelbar Teil eines NUM-Projektes sind, können sich im NUM beteiligen und von den aufgebauten Strukturen profitieren. In den FOSA organisieren sich innerhalb des NUM Wissenschaftler*innen und Ärzt*innen verschiedener Fächer und vertreten die Interessen ihrer jeweiligen Fachgebiete im Netzwerk. Sie entscheiden mit über die Nutzung von Daten und Bioproben, die innerhalb des NUM generiert und gesammelt wurden. Weitere Informationen zu den FOSA und zu den einzelnen Gruppen finden Sie hier.

Wenn Sie Wissenschaftler*in und/oder Ärzt*in an der UMG sind und Interesse haben, sich an den FOSA zu beteiligen, nehmen Sie gerne Kontakt mit Ihrer lokalen Stabsstelle (LokS) auf.

Lokale Stabsstelle (LokS) des NUM an der UMG

Alle 36 Standorte der deutschen Universitätsmedizin verfügen über eine Lokale Stabsstelle (LokS), die die Maßnahmen des NUM an ihrem Standort koordiniert. An der UMG ist die LokS in der Stabsstelle Netzwerk Universitätsmedizin angesiedelt. Die LokS ist Ansprechpartner für die Projektbeteiligten am jeweiligen Standort und unterstützt dort in allen administrativen, NUM-bezogenen Anliegen bzgl. Projektplanung und -umsetzung. Darüber hinaus übernimmt sie als Informationsknotenpunkt die Kommunikation mit der NUM-Koordinierungsstelle und den anderen Lokalen Stabsstellen. Sie organisiert Vernetzungsangebote für Wissenschaftler*innen im NUM an der UMG und informiert über Aktuelles aus dem Netzwerk.

Wenn Sie sich für Aktivitäten und Forschung im NUM an der UMG interessieren oder Fragen zum Netzwerk haben, wenden Sie sich gerne an die Lokale Stabsstelle. 

Leitung Stabsstelle Netzwerk Universitätsmedizin, Lokale Stabsstelle (LokS) Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)

Dr. Volkmar von Arnim

Dr. Volkmar von Arnim

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