Inge und Fritz-Kleekamm-Preis

Die wichtigste Maßnahme der Stiftung ist die jährliche Verleihung des Inge und Fritz-Kleekamm-Preises. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert.

Unsere Preisträger

Preisträgerinnen 2017: Dr. Yvonne Bouter und Dr. Caroline Bouter

Der Inge und Fritz-Kleekamm-Preis 2017 löst den Inge und Fritz-Kleekamm-Forschungspreis ab und wurde erstmals – nun mit 50.000 € dotiert – bundesweit ausgeschrieben. Da die Mittel am Campus Göttingen verausgabt werden müssen, sind bundesweite Kooperationsprojekte mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen sehr willkommen.

Preisträgerinnen 2017 sind Frau Dr. Yvonne Bouter, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. Caroline Bouter, Abteilung Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Göttingen. Ausgezeichnet wurden sie für die überzeugende translationale Ausrichtung ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit zur Entwicklung von diagnostischen PET-Marker.

Preisträger 2016: Dr. Eva Benito Garagorri

Der Inge und Fritz-Kleekamm-Forschungspreis 2016 wurde an Frau Dr. Eva Benito-Garagorri vergeben.

Frau Dr. Benito-Garagorri wurde für ihre translationalen epigenetischen Arbeiten ausgezeichnet. Sie konnte in einem Thera­pieansatz zeigen, dass die pharmakologische Beeinflussung der Histonazetylierung die Gedächt­nisfunktion in alternden Mäusen und in einem Mausmodell der Alzheimer Erkrankung verbessern kann. Die in ihren Arbeiten dargestellte gezielte Regulation der epigenetischen Kontrolle könnte neue Möglichkeiten der Therapie bei Alzheimerdemenz eröffnen.

Preisträger 2013: Yvonne Bouter, Katharina Dietrich und Dr. Nasrollah Rezaei-Ghaleh

Den Inge und Fritz-Kleekamm Preis 2013 teilten sich Yvonne Bouter und Katharina Dietrich aus der Arbeitsgruppe „Molekulare Psychiatrie“ von Prof. Dr. Thomas Bayer, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), und Dr. Nasrollah Rezaei-Ghaleh aus der Forschungsgruppe „Strukturbiologie bei demenziellen Erkrankungen“ unter Leitung von Prof. Dr. Markus Zweckstetter am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Göttingen.

Die drei Wissenschaftler/innen haben die Auszeichnung für eine Arbeit erhalten, in der sie die Bedeutung eines verkürzten Beta-Amyloid Eiweißes, das Beta-Amyloid 4-42, für das Entstehen der Alzheimer-Krankheit beweisen.

Erstmals etablierten sie damit ein weltweit einzigartiges Tiermodell, das ohne eine Mutation im Beta-Amyloid-Gen auskommt und damit für die häufigste Form von Alzheimer, die sogenannte sporadische Alzheimer Krankheit steht. Die Ergebnisse wurden im Mai 2013 in der Fachzeitschrift für Neuropathologie "Acta Neuropathologica" veröffentlicht.

Preisträger 2011: Dr. Roberto Carlos Agis-Balboa und Hope Agbemenyah

Anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages am 21.09.2012 fand in der historischen Sternwarte Göttingen eine Veranstaltung zum aktuellen Stand der Forschung auf dem Gebiet der Alzheimer Erkrankung statt. Veranstalter waren die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Standort Göttingen des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). In diesem feierlichen Rahmen wurde der Inge und Fritz-Kleekamm-Forschungspreis 2012 verliehen.

Der Preis ging an den Spanier Dr. Roberto Carlos Agis-Balboa und den Ph.D.-Student Hope Agbemenyah aus Ghana. Beide Wissenschaftler forschen in der Arbeitsgruppe "Epigenetik neuropsychiatrischer Erkrankungen" am European Neuroscience Institute in Göttingen (ENI-G).

Preisträger 2010: Dr. Oliver Wirths

Der Inge und Fritz-Kleekamm-Preis 2010 ging an Herrn Dr. Oliver Wirths, Leiter der Arbeitsgruppe Molekulare Psychiatrie, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen für seine Forschungsarbeit.

Im Rahmen seiner Forschungsarbeit „Identification of Low Molecular Weigth Pyroglutamete Aß Oligomers in Alzheimer Disease – A Novel Tool für Therapy and Diagnosis“ hat Herr Dr. Wirths einen neu entwickelten Antikörper für eine „passive“ Impfung in einem Mausmodell der Alzheimer Krankheit verwendet. Im Gegensatz zu bisherigen Therapieansätzen zielt dieser Antikörper gerade nicht auf die Alzheimer typischen Eiweißablagerungen im Gehirn, die so genannten „Plaques“ ab.

Zielscheibe ist vielmehr eine besondere Molekülstruktur, die das Eiweiß „Pyroglutamat-Abeta“ ausbildet und die als eigentlicher „Übeltäter“ ausgemacht wurde.

Der neuartige therapeutische Antikörper bekämpft die löslichen giftigen Abeta-Eiweiße bevor sie in Plaques abgelagert werden. Im Tiermodell konnte die Alzheimer Krankheit durch passive Immunisierung mit dem neuen Antikörper gestoppt werden.

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