Doktoranden-Stipendium

Die Alzheimer Stiftung Göttingen kann auf Antrag Fördermittel für ein Doktorandenstipendium in der Alzheimer-Forschung bereitstellen. Das Stipendium wird an besonders qualifizierte Forscherinnen und Forscher vergeben.  

Eine Förderung ist nur möglich, wenn die Doktorarbeit in einer Arbeitsgruppe der Universitätsmedizin Göttingen durchgeführt wird. Auswahlkriterium sind experimentelle und klinische Arbeiten, die neue Forschungsaspekte zur Diagnostik, Prävention und Therapie der Alzheimer-Demenz aufweisen.

Die Auswahl erfolgt durch die Forschungskommission auf der Grundlage der Förderrichtlinien der Alzheimer Stiftung Göttingen.

Stipendiatin 2013-2015: Maryam Boroomandi

Frau Maryam Boroomandiy erhielt von 2013 bis 2014 ein Doktorandenstipendium für deren Forschungsarbeit zum Thema "Epigenetik Modulation in Alzheimer: Funktion hippocampaler mikroRNAs". Das Doktorandenstipendium wurde mit Sachkosten i.H.v. 10.000 € ausgestattet. Diese wurden vom Universitätsbund aus dem Nachlass von Herrn Walter Kirchhoff zur Verfügung gestellt.

Es wird vermutet, dass erste Anzeichen, die zu Alzheimer führen, schon einige Jahre vor der symptomatischen Phase identifiziert werden können. Mit fortschreitendem Alter kommt es zu einem raschen Anstieg der jeweiligen Risikofaktoren. Eine weit verbreitete Annahme ist, dass diese Vorgänge auf Transkriptom-Ebene ablaufen. So könnte die Erkennung und damit auch die Behandlung von Alzheimer auf Transkriptom-Ebene für eine frühzeitige Diagnose und Behandlung dieser Krankheit eingesetzt werden.        

In der Doktorarbeit von Frau Boroomandi wurden daher folgende Ansätze eingehend untersucht:

1. Analyse dysregulierter miRNAs als Auswirkungen auf altersbedingte kognitive Störungen

2. Diagnose von Alzheimer in Blut als nicht-invasive Methode: Da dysregulierte miRNAs mit fortschreitendem Alter ein Indiz für Alzheimer sein könnten, hat Frau Boroomandi in ihrer Arbeit eine therapeutische Methode untersucht, die auf RNA-Interferenzen basiert. Dabei spielt die Entwicklung eines geeigneten Transportmittels zur Überwindung der  Bluthirnschranke eine entscheidende Rolle. Anhand dieser Methode könnten die Neuronen mit dysregulierten miRNAs direkt beeinflusst werden.

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