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Lars Klingbeil besucht Universitätsmedizin Göttingen

Der Bundesfinanzminister und Vizekanzler informiert sich über Bauvorhaben, IT-Infrastruktur und Technologietransfer an der UMG.

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Zu Besuch in Göttingen: Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (2.v.l.) mit Prof. Dr. Lorenz Trümper, Vorstand Krankenversorgung der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes und Vorstand Forschung und Lehre der UMG, und Jens Finke, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration der UMG. Foto: umg/ronald schmidt
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Ein Blick durchs Mikroskop: Prof. Dr. Tobias Moser, Direktor des Instituts für Auditorische Neurowissenschaften (IAN), berichtet Vizekanzler Lars Klingbeil, an welchen Projekten im neuen Forschungsgebäude gearbeitet werden soll.
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Transfer hautnah: Der Bundesfinanzminister lässt sich die Funktionsweise der PathoPress zeigen.

Wie sieht die Universitätsmedizin der Zukunft aus – und welche Investitionen braucht es dafür? Über diese und weitere Fragen hat sich Lars Klingbeil, Bundesminister der Finanzen und Stellvertreter des Bundeskanzlers, bei seinem Besuch an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) informiert. Im Mittelpunkt standen die aktuellen und zukünftigen Bauvorhaben, die Erneuerung der IT-Infrastruktur am UMG-Campus sowie der Transfer von Forschungsergebnissen in die medizinische Anwendung.

Zunächst stattet Klingbeil dem Baufeld des neuen Instituts für Auditorische Neurowissenschaften (IAN) einen Besuch ab. Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes und Vorstand Forschung und Lehre der UMG, stellt ihm die aktuellen Planungen für das Forschungsgebäude vor, das bis 2028 fertig gestellt sein soll. Die Kosten von rund 38,3 Millionen Euro sind in die Bauplanung des Landes Niedersachsen aufgenommen und stammen aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) des Bundes. Der Neubau wird künftig die derzeit auf verschiedene Standorte verteilten Forschungsgruppen des IAN unter einem Dach zusammenführen und damit neue Möglichkeiten für die Hörforschung schaffen. Im Zentrum steht dabei, innovative Therapien mit Licht zur Wiederherstellung des Hörens, zukünftig auch des Sehens und anderer Erkrankungen, zu entwickeln. Der Direktor des IAN, Prof. Dr. Tobias Moser, gab zusammen mit seinem Team Einblicke in konkrete Forschungsansätze. 

Anschließend besichtigte Klingbeil das Baufeld des Neubaus „NIKO“ – das neue Gebäude für Notaufnahme, Intensivmedizin, Krankenpflege und Operationszentrum. Die Baukosten von rund 833 Millionen Euro inklusive Risikopuffer werden aus dem Sondervermögen des Landes Niedersachsen finanziert. Mit dem Neubau schafft die UMG ideale Voraussetzungen für die modernste universitäre Gesundheitsversorgung in Südniedersachsen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war die Erneuerung der IT-Infrastruktur an der UMG. Dabei ging es um die Anforderungen an eine leistungsfähige und sichere digitale Infrastruktur. Über 18 Millionen Euro aus dem SVIK des Bundes fließen unter anderem in den Ausbau der IT-Sicherheit und der Kapazitäten des Rechenzentrums sowie in die Erneuerung des Campusnetzwerks. 

Ausblick auf die nächste Phase der Campusentwicklung
Neben den bereits laufenden Bauvorhaben erhielt der Vizekanzler auch einen Ausblick auf die weitere Neugestaltung des UMG-Campus. Bis 2032 sollen vier weitere Gebäude entstehen: ein neues Lehrgebäude für das Medizinstudium, ein Diagnostik- und Forschungszentrum sowie zwei mehrstöckige Parkhäuser. Für die vier Bauprojekte sind insgesamt rund 616 Millionen Euro vorgesehen. Mit rund 480 Millionen Euro erfolgt die Finanzierung zum größten Teil aus dem SIVK des Bundes und wird ergänzt durch Landesmittel. 

Von der Forschung in die Anwendung
Wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete Anwendungen für Patient*innen entstehen können, wurde Klingbeil an Beispiel des erfolgreichen Transferprojekts „PathoPress“ vorgestellt. Das von einem Medizinstudenten der UMG entwickelte elektromechanische Gerät soll die Erkennung von Lymphknotenmetastasen in Gewebeproben verbessern und damit eine präzisere Krebsdiagnostik unterstützen. Es wird derzeit am Institut für Pathologie der UMG erprobt. „PathoPress“ wird vom Institute for Biomedical Translation (IBT) mit rund 1,34 Millionen Euro gefördert und wurde im Gründungswettbewerb „Lift-off“ der Universität Göttingen mit dem ersten Platz in der Kategorie „Wissenschaft“ ausgezeichnet. Der Transfer von Forschungsergebnissen in die medizinische Anwendung ist ein zentrales strategisches Ziel der UMG. 

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sagte: „Wir investieren in unsere Krankenhäuser, damit Menschen die bestmögliche medizinische Versorgung bekommen, wenn sie darauf angewiesen sind. Und wir investieren in die Wissenschaft, damit Deutschland bei der medizinischen Forschung ganz vorne mitspielt. In der Universitätsmedizin Göttingen werden die Mittel für die Digitalisierung eingesetzt. Dann bleibt mehr Zeit für das Wichtigste: die Behandlung der Patientinnen und Patienten.“

Die Universitätsmedizin Göttingen ist der einzige Maximalversorger in Südniedersachsen. Sie verbindet die Medizinische Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen und das Universitätsklinikum unter einem Dach und vereint Krankenversorgung, Forschung, Lehre und Technologietransfer.

Pressekontakt:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Leitung Unternehmenskommunikation
Lena Bösch 
Von-Siebold-Str. 3, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-61020
Fax 0551 / 39-61023
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