| Presseinformation 170 / 2019

Wettlauf mit der Zeit: Trauung auf der Geburtsstation

Außergewöhnlich: Trauung auf der Geburtsstation der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG. Meike und Jan Kirschbaum trauen sich. Wettlauf mit der Zeit: Zwillinge warten nicht mehr lange.

Gratulation vom Team der UMG-Frauenklinik (v.l.): Kati Kothe (Leitende Hebamme), Dr. Martin Hellriegel (komm. Direktor Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe), Bräutigam Jan Kirschbaum mit Braut Meike Walz, Dr. Mareike Ernst (Oberärztin für den Kreißsaal). Foto: umg/spförtner

(umg) Der Hochzeitstermin auf der Burg Plesse stand schon fest. Meike Walz (32 Jahre, aus Göttingen) und Jan Kirschbaum (39 Jahre, aus Frankfurt a. M.) hatten alles gut geplant. Doch dann kam das Leben dazwischen. Genau genommen: zwei Leben. Meike Walz erwartet Zwillinge. Eine Gebärmutterhalsschwäche wurde festgestellt, Meike Walz muss auf die Geburtsstation der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Sie muss liegen, damit ihre Schwangerschaft nicht gefährdet wird. Doch beide Partner wollten ihr Ziel nicht aus dem Auge verlieren: Vor der Geburt sollte noch geheiratet werden, auch damit alle unter einem gemeinsamen Namen als Familie starten können. Ein Wettlauf mit der Zeit, Meike Walz ist in der 29. Schwangerschaftswoche. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie noch mindestens bis zur 35. Woche warten müssen“, sagte Meike Walz zum Selbstgespräch mit ihren Zwillingen vor der Eheschließung.

So kam es zu einem außergewöhnlichen Ereignis auf der Geburtsstation 7021 der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG: einer standesamtlichen Trauung. Herz-Luftballons schmückten den Eingang zum Raum, die Tische waren festlich gedeckt und viele Blumen für die Feier und den Tisch der standesamtlichen Zeremonie waren mitgebracht. Die Göttinger Standesbeamtin kam extra auf die Station in der Universitätsfrauenklinik und nahm die Trauung in einem Aufenthaltsraum vor. Trauzeugen waren die Schwester der Braut, Daniela Walz aus Hameln, und der Bräutigam-Bruder Nils Kirschbaum aus Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main. Die Familie hatte den Raum festlich geschmückt, dazu Kaffee und Kuchen, zur Gratulation gab es alkoholfreien Sekt.

Für das Team der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG gratulierten der kommissarische Klinikdirektor Dr. Martin Hellriegel, die Kreißsaaloberärztin Dr. Mareike Ernst und die Leitende Hebamme Kati Kothe. Nach einer knappen Stunde erste Sorgenfalten auf der Stirn von Dr. Hellriegel. „Wie lange darf sie noch stehen?“, fragte Hellriegel die Hebamme. Frau Kirschbaum war die Anstrengung dann doch anzusehen. Alles verlief gut. Die Familienmitglieder und das Ehepaar konnten noch ausreichend gemeinsam feiern. Am Ende dankte der frisch gebackene Ehemann Jan Kirschbaum der Klinik: „Danke, dass Sie die Feier für uns und die Familie hier möglich gemacht haben.“

Die Kirschbaums haben auch schon weitergedacht: Geplant ist später noch eine kirchliche Trauung, bei der dann auch gleich die Zwillinge getauft werden sollen.

 

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