Heute ein Pieks – morgen ein Leben retten

Sie stehen ab sofort dafür bereit, ein Leben zu retten: Oberstufenschüler*innen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) und des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) haben sich am Donnerstag, 29. Januar 2026, bei einer gemeinsamen Aktion typisieren und für die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) registrieren lassen.

Richard Maydorn von der Johanniter-Unfall-Hilfe Göttingen nimmt für die Typisierung eine Blutprobe von GSG-Schüler Pepe Schiffmacher. Mitschülerin Sevim Üzek (Mitte) hat das schon hinter sich. Foto: umg/martin wilmsmeier
Auch Schülerin Neele Schrader hat sich für die Typisierung entschieden. Richard Maydorn von der Johanniter-Unfall-Hilfe Göttingen kümmert sich um die Blutentnahme. Foto: umg/martin wilmsmeier

Die Typisierung für eine Stammzellspende kann entweder mit einem Wattestäbchen und einem einfachen Wangenschleimhautabstrich oder mittels einer Blutprobe vorgenommen werden. Weil sich bei einer Typisierung per Blutentnahme mehr DNA isolieren und so die Ausfallrate reduzieren lässt, haben sich die beiden Schulen bereits vor Jahren für diese Methode entschieden. „Außerdem sinkt die Angst vor dem Stich in die Armvene, der ja auch bei der eigentlichen Stammzellspende nötig wird“, erklärt Oberärztin Dr. Beatrix Pollok-Kopp aus der Transfusionsmedizin der UMG, die die Aktion begleitet hat. 

Für Menschen, die an Leukämie oder an einer anderen Form von Blutkrebs erkrankt sind, ist die Transplantation gespendeter Stammzellen oft die letzte Möglichkeit, um wieder gesund zu werden. Die registrierten Schüler*innen sind nun potenzielle Stammzellspender*innen. Zu einer Spende kommt es jedoch erst, wenn die genetischen Gewebemerkmale einer erkrankten Person irgendwo auf der Welt mit denen einer registrierten Person übereinstimmen. 

Das Team der KMSG an der UMG und Mitarbeitende der Johanniter-Unfall-Hilfe Göttingen haben die Typisierung gemeinsam durchgeführt. An den Schulen haben die Lehrer Frederik Skaide (GSG) und Dr. Christoph Matthes (OHG) die Aktion vorbereitet, in den Oberstufenkursen Aufklärungsarbeit geleistet und für die Registrierung geworben.

Weitere Informationen
Wer sich selbst als potenzielle*r Stammzellspender*in registrieren lassen möchte, erhält online unter https://transfusionsmedizin.umg.eu oder telefonisch unter 0551 / 39-62391 alle Informationen dazu. Für die Registrierung kann man sich zum Beispiel ein kostenloses Probenset nach Hause senden lassen. 

Pressekontakt:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Unternehmenskommunikation
Martin Wilmsmeier
Von-Siebold-Str. 3, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-61027
Fax 0551 / 39-61023
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