Bärbel Tucholski – Fachkrankenschwester für Anästhesie- und Intensivpflege, Triage Nurse und Praxisanleiterin in der Zentralen Notaufnahme der UMG

„Mein tägliches Ziel: Durchhalten und auch in stressigen Situationen ruhig bleiben.“

Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) der UMG musste im vergangenen Jahr neben den täglichen Notfällen auch die Corona-Verdachtsfälle versorgen. Seit 2015 gehört Bärbel Tucholski zum ZNA-Team – ihr tägliches Ziel: „Durchhalten und auch in stressigen Situationen ruhig bleiben.“

„Die meisten Menschen sind froh, wenn sie eine Notaufnahme so schnell wie möglich verlassen können. Da muss man schon voller Überzeugung sein, wenn man sich einen solchen Ort als täglichen Arbeitsplatz aussucht – und das war ich.“ erzählt Bärbel Tucholski. Nach fast 3 Jahrzehnten auf Intensivstationen der UMG wechselt sie nach einer Fachweiterbildung in die Zentrale Notaufnahme.

„Es gefällt mir, dass der Tag nicht planbar ist.“

… sagt sie nach 37 Jahren in der UMG. Das biete eine große tägliche Abwechslung, die zugegeben nicht jedermanns Sache sei.

„Ich versuche täglich, den Patient*innen in belastenden Situationen ein Gefühl von Ruhe und Sicherheit zu geben. Das finde ich enorm wichtig, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Corona hat unsere Arbeitsbedingungen, die sich ohnehin im Laufe der Jahre verändert haben, zusätzlich verschärft; auch weil die eigenen Sorgen und Ängste in Bezug auf das Corona-Virus sich natürlich in den Kopf schleichen.“

„Es ist ein Zeichen von Dank und Wertschätzung für unsere Arbeit, wenn sich die Menschen an die Schutzmaßnahmen halten.“

Tagtäglich versorgt Bärbel Tucholski Menschen, die in eine Notlage gekommen sind; unter Umständen ist diese lebensbedrohlich. Auch ohne die Corona-Pandemie ist ihre Arbeit - und die des ganzen Teams - immer wieder aufs Neue herausfordernd. Seit der Corona- Pandemie ist die ZNA auch erste Anlaufstelle für SARS - Cov2 - positive Menschen und die Verdachtsfälle.

Dies erfordert einen zusätzlichen Arbeitsaufwand, denn diese Patient*innen müssen umgehend isoliert und in Schutzkleidung versorgt werden. Da braucht man gute Nerven. Es scheint nur zu gut verständlich, dass die Einhaltung der aktuellen Schutzmassnahmen von Bärbel Tucholski und ihrem Team als Zeichen von Wertschätzung empfunden werden.

„Die Kraft für meinen Job gibt mir nicht zuletzt meine Familie – mein Mann und meine drei Kinder.“

Für diese Art von Job braucht man Kraftreserven und für diese dankt die UMG-Mitarbeiterin explizit ihrer Familie. An Silvester werde diese allerdings auf sie verzichten müssen, denn die Arbeit macht auch an Feiertagen keine Pause.

Wer allerdings denkt, an einer Notaufnahme schleiche sich Weihnachten unbemerkt vorbei, irrt.

Angesichts der räumlichen Gegebenheiten hatte Bärbel Tucholski eine tolle Idee – einen eindimensionalen Weihnachtsbaum mit Kugeln und Lichterkette, der im Aufenthaltsraum der trubeligen Notaufnahme etwas Weihnachtsstimmung verbreitet.

„Ich bin dankbar für unser starkes und professionelles Team.“

Einen solchen Job könne man nur machen, wenn das Team stimme, sagt Frau Tucholski voller Überzeugung. Und das tue es - das Team stimmt.

Die Mitarbeiter*innen aus der Pflege und die ärztlichen Kolleg*innen haben im vergangenen Jahr einen tollen Job gemacht -  tatkräftig unterstützt von den Kolleg*innen von Krankentransport, Reinigung, Versorgung und Liegendkrankeneingang.

Sie ist dankbar für ihr " starkes und professionelles Team" und dass dieses in der 1. Welle gesund blieb. Das ist ihr echter Herzenswunsch für das neue Jahr.

Ein besonderer Adventskalender-Dank geht an das gesamte Team der Zentralen Notaufnahme der UMG. Hier wurde in 2020 eine unglaublich tolle Arbeit geleistet. „Solidarität und Zusammenhalt haben uns durch das letzte Jahr getragen“, besser als mit den Worten von Frau Tucholski kann man es nicht sagen. DANKE!

Fachweiterbildung für Intensiv- und Anästhesiepflege

Informieren Sie sich über die Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der UMG. 

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