Artur Belarmino de Assis, Pfleger auf der IMC-Station der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie

„Nach meinem Abitur wollte ich ein neues Land kennenlernen“

Die UMG beschäftigt rund 8.000 Mitarbeiter*innen. Darunter sind neben vielen "waschechten" Göttinger*innen auch Kolleg*innen, die bis nach Göttingen eine große Strecke hinter sich bringen mussten. Einer von ihnen ist Artur Belarmino de Assis aus Brasilien. Ihn und seine Aufgaben in der UMG, sowie ein typisch brasilianisches Weihnachtsfest lernen Sie hier im Adventskalender kennen.

Herr Belarmino de Assis, stellen Sie sich doch einmal kurz vor.

„Ich heiße Artur Belarmino de Assis und bin 22 Jahre alt. Nach meinem Abitur in Brasilien wollte ich ein neues Land kennenlernen und in eine fremde Kultur eintauchen. Da meine Tante in Göttingen wohnt, habe ich mich für Deutschland entschieden. Gemeinsam mit meiner Tante und ihrer Familie wohne ich in Friedland.“

Welche Ausbildung haben Sie und was machen Sie in der UMG?

„Ich habe nach meiner Ankunft in Deutschland 2016 an Deutschkursen teilgenommen und mich dann für eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger beworben. Diese Ausbildung habe ich in diesem Sommer beendet.

Nach mehreren Job-Angeboten habe ich mich dann für die UMG entschieden. Hier arbeite ich nun auf der Station 2012 – die zur Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie gehört. Es ist eine IMC-Station (Intermediate Care oder Intensivüberwachungspflege).

Der Bereich der Intensivmedizin hat mich schon in meiner Ausbildung interessiert. IMC als eine Art Zwischenstation zwischen Normal- und Intensivbereich, ist da gerade für mich als Berufsanfänger eine optimale Lösung.“

Wie werden Sie in diesem Jahr Weihnachten verbringen?

„Aufgrund der Pandemie werde ich nicht zu meiner Familie nach Brasilien reisen können. Deswegen werde ich Weihnachten gemeinsam mit meiner Tante und ihrer Familie feiern.

Auch in den vergangenen Jahren während meiner Ausbildung war es schwer, über die Feiertage in meine Heimat zu fliegen. Es ist jetzt also schon das 5. Weihnachtsfest, das ich in Deutschland mit meiner Tante verbringe.“

Wie feiern Sie sonst in Brasilien Weihnachten?

„Brasilien ist ein sehr katholisch geprägtes Land. Der Tag, an dem Christus geboren wurde, ist daher sehr wichtig. Wir feiern das Fest innerhalb Familie. Dafür treffen wir uns und jeder bringt etwas zu essen mit. Traditionell gibt es vor allem einen großen Putenbraten.

Der größte Unterschied zu den Weihnachtsfeiern in Deutschland ist die Größe der Familie, mit der gefeiert wird. Zumindest ist es das, was ich in den vergangenen Jahren so mitbekommen habe. In Brasilien wird besonders großer Wert darauf gelegt, dass wirklich die ganze Familie zusammenkommt.

Auch wenn ich in diesem Jahr wieder nicht bei meiner Familie sein kann, bin ich dankbar dafür, dass es uns in dieser schwierigen Zeit allen gut geht und wir hoffentlich weiterhin gesund bleiben.“

Lieber Herr Belarmino de Assis – wir danken Ihnen herzlich für das Interview und wünschen Ihnen und Ihren Kolleg*innen alles Gute für das kommende Jahr!

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