Was Erzieherin Anne Däuble mit dem Nikolaus zu tun hat …

Jedes Jahr am 6. Dezember kommt der Nikolaus; das weiß jedes Kind. Vor vielen, vielen Jahren hat der Nikolaus Kindern in Not geholfen. Nach einer Legende hat er drei Schwestern aus armen Verhältnissen Geld und Süßigkeiten in die Socken gesteckt. Daher putzen wir jedes Jahr, zum Nikolaustag die Schuhe und hoffen, dass wir auch etwas darin finden werden.

Gemeinsam mit Anne Däuble, Erzieherin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, freuten sich in den vergangenen Jahren auch jede Menge kranke Kinder während ihres Krankenhausaufenthaltes über den Nikolaus.

Mit ihren Erzieher-Kolleg*innen Ute Anklam, Anne Kautz, Gunda Wiedenbruch und Barbara Juretzko hat Anne Däuble in der Vorweihnachtszeit ziemlich viel zu tun. Gerade die kleinen Heimlichkeiten erzeugen Zusatzarbeit. Diese beginnt bereits im Oktober. Dort gibt es das erste geheime Telefonat zwischen Däuble und dem Nikolaus.

„Kinder, die traurig sind, können nicht gesund werden“

Anne Däuble sieht die Organisation des Nikolausbesuches genauso wichtig an, wie ihre anderen Arbeiten auf der Station. Sie ist dafür da, Kindern den Krankenhausaufenthalt zu verschönern.

„Kinder, die traurig sind, können nicht gesund werden“, sagt sie lächelnd mit Ernst in der Stimme. Ihre Arbeit entlastet die Eltern der Kinder sehr und auch für diese selbst ist sie eine große Stütze.

Bei Behandlungen oder Behandlungsgesprächen sind die Erzieher*innen häufig dabei. Dabei können Ängste der Kinder abgebaut oder zwischen Ärzt*innen und Eltern moderiert werden.

Den Nikolaus im Krankenhaus zu haben, ist kein Selbstläufer

Der Nikolaus wird dabei seit vier Jahren durch den Rotaract Club Göttingen gestellt – genauso wie die zahlreichen Geschenke, die der Nikolaus am 6. Dezember in seinem Sack hat. Dazu zählen zum Beispiel Gesellschaftsspiele, Duschbademittel, Bücher oder auch Gutscheine.
 

Nikolaus auf Station 2019

Noch vor fünf Jahren wurde der Nikolaus extra mit dem Hubschrauber eingeflogen. In den letzten Jahren hat sich dafür die Berufsfeuerwehr „Feuerwache am Klinikum“ Zeit genommen. Ein Besuch des Nikolauses auf den Stationen war für viele Kinder das Highlight ihres Krankenhausaufenthaltes. Das ist in diesem Jahr so leider nicht möglich.

In den vergangenen Jahren war gerade für Kinder, die sehr krank waren und keinen Besuch auf den Zimmern empfangen konnten, eine andere Möglichkeit fabelhaft: Mit der Drehleiter der Feuerwehr von der „Feuerwache am Klinikum“ konnte der Nikolaus vom Fenster aus – und das auch in der 4. Etage – fröhliche Grüße entgegenwinken.

Die Organisation um diese Aktion mit Rotaract, Feuerwehr, Stationsleitungen und dem Nikolaus übernimmt dabei vorrangig Anne Däuble, die schon seit zehn Jahren für die UMG arbeitet.

Strahlende Kinderaugen am Nikolaustag

In diesem Jahr, indem der Besuch der Familie nur eingeschränkt möglich ist, haben die Erzieher*innen alle Hände voll zu tun. Der Nikolaustag wird in diesem Jahr aufgrund der Pandemie leider auch anders ausfallen, aber Anne Däuble verspricht, dass Kinder, die zum ersten Mal am Nikolaustag im Krankenhaus sind, kaum einen Unterschied bemerken werden.

Spätestens dann, wenn es der Nikolaus in diesem Jahr trotz größerer Hürden wieder zu den Kindern schafft, werden strahlende Kinderaugen das größte Geschenk für die Erzieher*innen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sein ….

Pssst: Wir haben gehört, dass der Nikolaus aufgrund von einigen Corona-Regeln in diesem Jahr länger braucht, um all seine kleinen Aufmerksamkeiten unter den Menschen zu verteilen. Seien Sie also nicht traurig, wenn heute noch nichts in Ihren Stiefeln war – morgen ist ja auch noch ein Tag …

Sachspenden werden immer gesucht

Wenn Sie die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin unterstützen möchten, damit die Kinder trotz eingeschränkten Besuchsregeln einen unvergesslichen Nikolaustag erleben können, freut sich das Erzieherteam über Sachspenden. Melden Sie sich bitte per Mail bei Anne Däuble und dem Erzieherteam: spieltherapie(at)med.uni-goettingen.de

Besuch vom Nikolaus 2019

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