Der Adventskalender

In diesem Jahr ist alles anders. Corona hat die Welt ziemlich durcheinandergebracht und wir alle mussten lernen, eigene Ideen und Pläne zu überdenken. Neben den Veränderungen, die jeder privat spürt, musste die UMG auch den Krankenhausbetrieb immer wieder auf die verändernden Situationen anpassen. Dabei haben wir viel Verständnis und Unterstützung erhalten.

Mit dem Adventskalender möchte die UMG nun etwas an Sie zurückgeben.

Er enthält 24 Geschichten aus der UMG, die Sie möglichweise durch die Corona-Bestimmungen in diesem Jahr nicht live erleben konnten. Sie bekommen einen Einblick hinter die Kulissen eines Maximalversorgers und lernen Mitarbeiter*innen und deren tägliche Arbeit kennen.

Mit fehlenden Weihnachtsmärkten und strengen Kontaktbeschränkungen könnte es in diesem Jahr schwerer werden, in Weihnachtsstimmung zu kommen – vielleicht helfen Ihnen dabei die Geschichten, die sich hinter den Türchen des Kalenders verbergen.

Advent in der Kinderherzklinik

„Heute öffnen wir das erste Türchen und freuen uns schon auf die Reaktionen unserer Herzkinder. Denn unser Adventskalender bringt eine willkommene Abwechslung in unseren Klinikalltag. Strahlende Kinderaugen sind der Lohn für meine Arbeit.

Die Adventszeit ist etwas Besonderes, das versuche ich auch in die Kinderherzklinik zu transportieren. Die Stimmungen hier sind häufig gerade zu Weihnachten sehr aufwühlend. Oft schwingen Ängste und Sorgen mit. Diese werden durch Covid-19 natürlich noch verstärkt. Umso wichtiger ist es mir, den 20 Patient*innen und Ihren Angehörigen eine schöne Atmosphäre zu schaffen."

Maja Steinsiek, Spieltherapeutin in der Kinderherzklinik

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag für gewöhnlich aus?

„Jeden Morgen bei der Übergabe schaue ich, welche kleinen Patient*innen da sind, wer sie begleitet und welche Einschränkungen es gibt. Vorrang haben immer die Kinder, die allein da sind. Egal ob Baby, Kleinkind oder Teenie – ich versuche in meinen Stunden auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen einzugehen. Die einen möchten einfach nur ein bisschen reden, andere spielen, malen oder basteln. Hinterher sind sie aber alle meistens recht zufrieden.

Manchmal versuche ich auch für die Eltern eine Unterstützung in der schwierigen Krankenhauszeit zu bieten. Einige genießen die Zeit für sich, während ich mich mit dem Kind beschäftige. Wenn ich beim Spielen neben dem herzlichen Lachen der Kinder, auch ein Lächeln der Mütter bekomme, weiß ich, dass ich alles richtiggemacht habe. Froh bin ich, wenn es gelingt, freundschaftliche Kontakte zwischen den Kindern herzustellen, damit sie am Nachmittag weiter zusammenspielen können.“

Wie wichtig ist eine gute Vorbereitung?

„Vorbereitung ist alles. Leider müssen einige traditionelle Weihnachtsaktionen in diesem Jahr ausfallen. Was aber nicht ausfallen muss, ist der eigene Adventskalender auf der Station.

Durch GEKKO, dem Göttinger Elternverein kardiologisch erkrankter Kinder, bekomme ich finanzielle Unterstützung zur Beschaffung von Spiel - und Bastelmaterialien für meine Arbeit. Schon Wochen vor dem ersten Advent bin ich im regen Austausch mit GEKKO, um Spenden zu akquirieren. Mit diesen und vielen anderen Spenden können wir dann die Türchen des Adventskalenders befüllen sowie kleine Geschenke für Nikolaus und Weihnachten organisieren. Dafür sind wir sehr dankbar.“

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