Wiebke Pham-Hopf – Interner Krankentransportdienst (IKTD)

„Täglich fast einen Halbmarathon durch die UMG“

Wo genau Wiebke Pham-Hopf innerhalb der UMG arbeitet, erkennt man an ihrer Kleidung. Wie 99 andere Mitarbeiter*innen des Internen Krankentransportdienstes (IKTD) trägt sie ein türkises Oberteil und arbeitet seit 1999 in der UMG.

Sie ist nicht nur gelernte Erzieherin, sondern hat nach einer UMG-internen Fortbildung auch eine Zusatzausbildung als Rettungssanitäterin bekommen. Dies gibt ihr eine große Sicherheit, sagt sie in unserem Gespräch.

Liebe Frau Pham-Hopf, Sie laufen täglich fast einen Halbmarathon durch die UMG?

„Tatsächlich bin ich während meiner Vollzeittätigkeit täglich rund 17 – 20 km in der UMG unterwegs. Der IKTD begleitet Patient*innen in den Betten oder Rollstühlen zu den Untersuchungen. Das betrifft reguläre Transporte, aber auch die Notfall- und Intensivtransporte, sowie im traurigen Fall in die Pathologie oder aktuell die Corona-Transporte. Es ist aber nicht nur das reine Schieben - wir übernehmen sehr vielfältige Aufgaben.“

Wie haben Sie sich am Anfang im vermeintlichen UMG-Labyrinth zurechtgefunden?

„Nach 21 Jahren in der UMG fällt mir das natürlich nicht mehr schwer und man erkennt auch die Systematik des Gebäudes.

Für die Berufsneulinge gibt es einige hilfsreiche Eselbrücken, sich die Wege zu merken – zum Beispiel:

„EKG“ hat drei Buchstaben, also befindet es sich in der 3. Etage.

Oder: „Röntgen = RÖ, das sind zwei Buchstaben und somit muss man in die 2. Etage.

Oder: Die Endoskopie befindet sich am Briefkasten.“

100 Personen täglich so zu koordinieren, dass alles korrekt läuft, scheint von außen ein Ding der Unmöglichkeit zu sein …

„Die Disponent*innen koordinieren die gewünschten Transporte und die verschiedenen Mitarbeiter*innen des IKTD. Wir sind alle mit einem Handy ausgestattet und werden - wenn man so will - ähnlich wie bei einem Computer-Spiel durch die UMG navigiert. Das klappt wirklich sehr gut und ist für uns als Mitarbeiter*innen auch sehr abwechslungsreich. Wir haben viele Kontakte in die Bereiche.

Mir liegt die tägliche Abwechslung und der persönliche Kontakt zu den Patient*innen. Wir haben ja auch die Möglichkeit, durch ein aufmunterndes Gespräch positiv auf die Patient*innen einzuwirken."

Was hat sich durch die Corona-Pandemie bei Ihnen verändert?

„Wir müssen vermehrt in Schutzkleidung arbeiten, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Im März/April diesen Jahres wurde es eine Zeitlang ruhiger, weil die verschiebbaren Behandlungen ausgesetzt wurden, aber ich habe es gleichzeitig auch als unheimliche Atmosphäre empfunden.“

Was macht Ihnen im Job besonders viel Spaß?

„Mich freut es, wenn ein Gespräch entsteht, aber natürlich gibt es auch die Fälle, in denen das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist.

Dann bin ich über die Zusatzausbildung als Rettungssanitäterin sehr froh, weil sie hilft, den jeweiligen Gesundheitszustand besser abzuschätzen und vielleicht mit kleinen Dingen entsprechend zu reagieren.

Diese Weiterqualifikationen laufen zum Teil noch - meine Kolleg*innen und ich haben dies sehr begrüßt und ich möchte mich gern bei der UMG und vor allem bei der Berufsfeuerwehr am Klinikum bedanken, die hier einen wichtigen Teil übernommen hat. Wir haben verschiedene Praktika in verschiedenen Bereichen der UMG absolviert. Für meine Zukunftspläne kann dieses nur bereichernd sein - deshalb: DANKE!“

Vielen Dank, liebe Frau Pham-Hopf, Ihnen und dem gesamtem IKTD-Team alles Gute für das neue Jahr. Vielen Dank für die zahlreichen Kilometer in 2020, die symbolisch für dafür stehen, dass die Abläufe im Klinikum reibungslos funktionieren können.

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