Mareike Scholz und Lea Winterhoff – Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentinnen (MTLA) in der Zentralabteilung Transfusionsmedizin

„Mit der Jerusalema-Challenge wollten wir das Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Abteilung stärken.“

Das Lied "Jerusalema" vom südafrikanischen Künstler Master KG und Sängerin Nomcebo Zikode ist Ihnen bestimmt schon begegnet. Im Text wird um Gottes Schutz und Führung gebeten. Zahlreiche Krankenhäuser, Gemeinden oder Unternehmen nutzen seit der Corona-Pandemie dieses Lied, um sich gegenseitig Mut und Durchhaltevermögen zuzusprechen. „Und natürlich, um ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern“, sagt Lea Winterhoff aus der Zentralabteilung Transfusionsmedizin der UMG, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Mareike Scholz nun auch in der UMG die Jerusalema-Challenge initiiert hat.

Sie arbeiten im Labor der Zentralabteilung Transfusionsmedizin und wirken u.a. bei der Blutgruppen- und Antikörperbestimmung mit – können Sie eine Verbindung zur Jerusalema-Challenge ziehen?

Mareike Scholz: „Blut wird immer gebraucht – der Bedarf bricht auch zu Pandemiezeiten nicht ab. Durch die Lockdowns und die zwischenzeitlich reduzierten Spendezeiten haben wir viel weniger Blutspenden bekommen. Wir müssen zusammenhalten und das Gemeinschaftsgefühl stärken, um für die Blutspende wieder einen Aufwärtstrend verzeichnen zu können.“

Lea Winterhoff: „Wir sind auf unsere Spender*innen angewiesen. Mit diesem Video greifen wir die positive Grundeinstellung der Spender*innen auf, die einfach etwas Gutes tun wollen und mit dem Blutspenden anderen helfen möchten. Als Nebeneffekt ist es natürlich super, dass wir durch das Video vielleicht auch andere Menschen auf die Transfusionsmedizin der UMG aufmerksam machen können und wir dadurch wieder neue Spender*innen finden – sowohl fürs Blut, als auch für die Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG).“

Wie kamen Sie auf die Idee, an der Jerusalema-Challenge teilzunehmen?

Lea Winterhoff: Eigentlich war das eine ziemlich spontane Idee. Weil wir in diesem Jahr weder einen Betriebsausflug, noch ein anderes Team-Event stattfinden lassen konnten, und auch die Weihnachtsfeier ausfällt, haben wir überlegt, wie wir trotz Distanz gemeinsam Spaß haben und so das Gemeinschaftsgefühl stärken können.“

Mareike Scholz:So sind wir dann auf die Jerusalema-Challenge gekommen. Wir hatten das schon bei einigen anderen Krankenhäusern gesehen und dachten, das wäre auch für unsere Zentralabteilung eine gute Idee.“

Lea Winterhoff
Mareike Scholz

War Ihr Team von der Idee genauso begeistert wie Sie?

Mareike Scholz: „Um ehrlich zu sein: Nein.“

Lea Winterhoff: „Wir mussten erstmal ein paar Videos als Beispiel zeigen. Danach hat sich die allgemeine Meinung aber schnell verändert und wir konnten nahezu aus allen Bereichen jemanden für unser Vorhaben begeistern.“

Mareike Scholz: „Das stimmt. Wir haben sowohl aus dem Labor und den Spende-Zentren, als auch aus der Verwaltung Kollegen*innen überzeugen können. Auch ärztliches Personal haben wir bei den Videos später entdeckt.“

Wie ist die Organisation genau abgelaufen?

Lea Winterhoff:„Das war natürlich etwas schwierig, da man aufgrund von unterschiedlichen Arbeitszeiten oder den ausfallenden Team-Events viele schon länger nicht mehr gesehen hat. Wir haben versucht, wenn wir im Labor mal fünf Minuten Luft hatten, in die verschiedenen Bereiche zu gehen und die Kolleg*innen direkt anzusprechen.“

Mareike Scholz: „Das hat eigentlich auch gut funktioniert. Wir, also Lea und ich, sind dann quasi die Ansprechpartnerinnen gewesen und die, die am Ende alle Videos gesammelt haben. Die sind eigenständig in den einzelnen Bereichen entstanden und wurden uns dann geschickt.“

Lea Winterhoff: „Knapp 20 Videos haben wir bekommen. Einige wollten zum Beispiel nicht tanzen, sondern nur Klatschen. Aus den Teilen haben wir dann am Ende das Video zusammengeschnitten.“

Gibt es jemanden, dem Sie danken möchten?

Lea Winterhoff: „Danke an alle Kolleg*innen, die sich von der Video-Idee haben begeistern lassen und mit viel Enthusiasmus, Kreativität und Freude mitgemacht haben.“

Mareike Scholz: „Ich möchte generell dem Team der Transfusionsmedizin danken. Danke für die gute Zusammenarbeit und auch für das Verständnis, das in der gesamten UMG immer wieder aufgebracht wird.“

Wir bedanken uns herzlich für das Interview und die Inititiative für das Video. Bitte geben Sie den Dank im gesamten Team der Zentralabteilung Transfusionsmedizin weiter. Haben Sie eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Blutspenden sind wichtig - helfen Sie!

Die Blutspende im Klinikum und die Blutspende am Campus haben wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten wie vor der Corona-Pandemie geöffnet! Für Blutspender*innen im Klinikum gibt es eine "Fast-Lane", so dass Sie nicht lange warten müssen, sondern direkt spenden können. Danke für Ihre Hilfe!

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