Häufige Fragen zur Corona-Impfung

Universitätsmedizin Göttingen

Wissenswertes zum Impfstoff

Auf welcher Technologie beruht der BioNTech/Pfizer-Impfstoff?

Der BioNTech/Pfizer-Impfstoff ist ein Impfstoff, der auf einer neuartigen Technologie beruht. mRNA  ist die „Bauanleitung“ für jedes einzelne Eiweiß des Körpers und ist nicht mit der menschlichen Erbinformation – der DNA – zu verwechseln. Im mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 ist die „Bauanleitung“ eines einzelnen Bausteins des Virus enthalten. Der Impfstoff ist nicht infektiös. Die enthaltene mRNA bewirkt die Produktion eines virusspezifischen, aber ungefährlichen Eiweißbestandteils. Dadurch wird die Immunantwort des Körpers angeregt. Die mRNA-Sequenz viralen Ursprungs wird dabei nicht ins menschliche Erbgut eingebaut, sondern bewirkt lediglich die Produktion des Spikeproteins. Dadurch werden spezifische Abwehrzellen aktiviert und Antikörper gegen das Virus sowie Abwehrzellen gebildet. So entsteht eine schützende Immunantwort (siehe Grafik).

Hilft die Impfung auch bei der Mutation des Coronavirus?

Nach aktuellem Stand der Forschung wirkt der BioNTech/Pfizer-Impfstoff auch gegen die bekannten Mutationen.

Wird bei der zweiten Impfung mit dem gleichen Impfstoff geimpft?

Ja, es wird der gleiche Impfstoff wie bei der ersten Impfung verwendet.

Hinweise zur Impfung

Wie läuft die Impfung ab?

Nach derzeitigem Stand muss für einen ausreichenden Impfschutz der Impfstoff je nach Produkt zweimal im Abstand von drei bis vier Wochen verabreicht werden. Beim BioNTech/Pfizer-Impfstoff sind es drei Wochen. Dabei wird der Impfstoff in den Oberarm gespritzt. Nach der Impfung werden die Geimpften ggf. aufgefordert, für einen kurzen Zeitraum zur Beobachtung vor Ort zu bleiben.

In welcher Reihenfolge wird geimpft?

Die Corona-Impfverordnung der Bundesregierung wurde auf Grundlage der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur COVID-19-Impfung erstellt. Da anfangs nur eine begrenzte Menge an Impfstoffdosen zur Verfügung steht, sollten diese für die schnelle Reduzierung potentiell schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle genutzt werden. Die Impfung sollte daher zunächst Personen über 80 Jahren und Bewohner*innen in Alten- und Pflegeheimen angeboten werden. Gleichzeitig empfiehlt die STIKO die Impfung von medizinischem Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko und Personal in der Altenpflege.

Was muss ich bei Allergien beachten?

Bei Allergien wie Heuschnupfen oder Asthma spricht grundsätzlich nichts gegen eine Corona-Impfung. Bei Personen, die bereits früher eine akute allergische Reaktion (= Anaphylaxie) auf einen anderen Impfstoff oder eine injizierbare Therapie hatten, sollte eine Risikobewertung durchgeführt werden. Diese Personen können trotzdem geimpft werden. Sie sollten jedoch über die unbekannten Risiken einer schweren allergischen Reaktion aufgeklärt werden und es sollten die Risiken gegen den Nutzen der Impfung abgewogen werden. Besprechen Sie dies am besten mit Ihrer Hausärztin/ Ihrem Hausarzt.

Weitere Informationen: Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Institut für Allergiker bzgl. Coronaimpfung

Ich bin schwanger. Kann ich mich impfen lassen?

Die Impfung gegen COVID-19 ist aktuell für Schwangere nicht zugelassen. Dennoch kann nach Nutzen-Risiko-Abwägung eine Impfung überlegt werden. Bitte klären Sie dies im Vorfeld mit dem betriebsärztlichen Dienst.

Ich habe kürzlich eine andere Impfung erhalten, kann ich mich trotzdem impfen lassen?

Wir empfehlen, einen Abstand von ca. 1 Woche zu einer vorangegangenen Impfung einzuhalten.

Ich fühle mich krank. Soll ich trotzdem zur Impfung kommen?

Bei Krankheitssymptomen wird die Impfung nicht durchgeführt. Bitte vereinbaren Sie einen neuen Termin.

Nach der Impfung

Ab wann besteht der Impfschutz?

Beim BioNTech/Pfizer-Impfstoff ist nach der ersten Impfung nach drei Wochen eine zweite Impfung notwendig. Der ausreichende Impfschutz beginnt dann sieben Tage nach der zweiten Impfung. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind etwa 95 von 100 geimpften Personen vor einer symptomatischen Erkrankung geschützt. Wie lange dieser Schutz anhält, ist derzeit noch nicht bekannt.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Es kann nach der mRNA-Impfung zu Impfreaktionen kommen, da sich der Körper mit dem Impfstoff auseinandersetzen muss. Diese Reaktionen treten meist innerhalb von zwei Tagen nach der Impfung auf und halten selten länger als ein bis zwei Tage an.

Geimpfte berichten über Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Frösteln, Gelenkschmerzen, Fieber und Durchfall. Von den meisten Reaktionen sind eher jüngere Personen betroffen. Die Impfreaktionen sind zumeist mild bis mäßig ausgeprägt und treten etwas häufiger nach der zweiten Impfung auf.

Hat es bereits Impfreaktionen gegeben?

Grundsätzlich ist der Impfstoff sehr gut verträglich. Natürlich gibt es bei jeder Impfung auch ein kleines Risiko, dass Impfreaktionen auftreten, aber dieses Risiko ist bei den Corona-Impfstoffen sehr klein. Allergische Reaktionen sind sehr selten und lassen sich gut behandeln. Sollten Sie Allergiker*in sein, so sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrer Hausärztin/ Ihrem Hausarzt.

Kann ich nach einer Impfung andere noch anstecken?

Das wissen wir noch nicht. Daher ist es auch trotz der Impfung unbedingt notwendig, dass Sie sich und Ihre Umgebung schützen, indem Sie die Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin einhalten.

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