Presseinformationen

Presseinformation Nr. 012 vom 24. Januar 2018

Alzheimer-Forschung: Inge und Fritz-Kleekamm-Preis 2017 an zwei Nachwuchsforscherinnen aus Göttingen verliehen

Alzheimer Stiftung Göttingen verleiht den Inge und Fritz-Kleekamm-Preis 2017 für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung an zwei Göttinger Nachwuchsforscherinnen. Preis ist erstmals mit 50.000 Euro dotiert.


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Die Preisträgerinnen: Dr. rer.nat.
Yvonne Bouter, Klinik für Psychiatrie
und Psychotherapie der UMG, AG
Molekulare Psychiatrie (links), Dr. med.
Caroline Bouter, Abteilung Nuklearmedizin
der UMG. Foto: umg/spförtner


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Festredner: Prof. Dr. Dr. h.c.
Konrad Beyreuther, Universität
Heidelberg. Foto: umg/spförtner


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(umg) Die Alzheimer Stiftung Göttingen hat den Inge und Fritz-Kleekamm-Preis 2017 für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung verliehen. Mit dem Preis fördert die „Alzheimer Stiftung Göttingen“ innovative, translationale Forschungsvorhaben aus dem Bereich der Alzheimer-Therapie, die am Campus Göttingen durchgeführt werden. Der Preis ist erstmals mit 50.000 Euro dotiert.

Die Auszeichnung geht zu gleichen Teilen an Dr. med. Caroline Bouter, Abteilung Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), und Dr. rer. nat. Yvonne Bouter, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der UMG, AG Molekulare Psychiatrie.

Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther, Universität Heidelberg, hielt den Festvortrag über das Thema „Neues aus der Forschung für ein Altern mit und ohne Alzheimer Krankheit“. Prof. Beyreuther war von 1998 bis 2001 Direktor des Zentrums für Molekulare Biologie Heidelberg (ZMBH) der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Seit Januar 2006 ist er Gründungsdirektor des Netzwerks Alternsforschung (NAR) an der Universität Heidelberg. Beyreuther ist der Entdecker des Amyloiden Vorläufer Proteins (APP) als möglichem Ursprungsprotein der Alzheimer Erkrankung. Die heutige weltweite Alzheimer Forschung geht auf die ursprünglichen Arbeiten von Konrad Beyreuther und seinem Kollegen Colin Masters in den 80er Jahren zurück. Prof. Beyreuther sagte zu Beginn seines Vortrages über die Qualität des Forschungsansatzes der beiden Göttinger Preisträgerinnen: „Glückwunsch an die Auswahlkommission! Sie haben eine Goldmine gehoben.“

BEGRÜNDUNG DER GUTACHTER
Der Projektantrag von Dr. Caroline und Dr. Yvonne Bouter hat eine klare translationale Ausrichtung. Das Überzeugende an der Projektidee ist, dass sich zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen mit sich genau ergänzender Expertise zusammentun, um ein klar beschriebenes Projekt umzusetzen: Die Entwicklung eines Biomarkers, um möglichst früh eine Demenzerkrankung diagnostizieren zu können, um sie dann – sobald eine solche Therapie zur Verfügung stehen wird – einer Behandlung zuzuführen. Das Projekt wird von zwei ambitionierten und bereits ausgewiesenen Nachwuchswissenschaftlerinnen an zwei Institutionen der UMG und damit am Göttingen Campus durchgeführt werden.

Bei der Übergabe des „Inge und Fritz Kleekamm-Preises“ würdigte Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorsitzender des Beirats der „Stiftung zur Förderung der Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Alzheimer Erkrankungen – Universitätsmedizin Göttingen“ und Sprecher des Vorstandes der UMG, die Arbeit der Stiftung als vorbildliches Beispiel für bürgerliches Engagement im Dienste der Forschung und Wissenschaft. „Wir sind dem Stifter außerordentlich dankbar. Er hat uns ein Vermögen von 2,9 Millionen Euro zur Verfügung gegeben. Das hilft uns dabei, aus den Erträgen den forschenden Nachwuchs unterstützen zu können. Dass es in diesem Jahr auch noch Schwestern sind, ist ein Unikat in meiner bisherigen Zeit als Dekan.“

DIE PREISTRÄGERINNEN
Dr. med. Caroline Bouter ist 30 Jahre alt und wurde in Peine geboren. Caroline Bouter arbeitet in der Abteilung Nuklearmedizin der UMG. Sie studierte Humanmedizin in Gießen und Göttingen. Den praktischen Teil ihrer Promotion absolvierte Caroline Bouter im Jahr 2010 an der Yale School of Medicine (USA), 2012 wurde sie an der UMG promoviert.

Dr. rer. nat. Yvonne Bouter ist 34 Jahre alt und wurde in Peine geboren. Yvonne Bouter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Arbeitsgruppe Molekulare Psychiatrie von Prof. Dr. Thomas Bayer. Yvonne Bouter studierte an der TU Braunschweig Biotechnologie, im Jahr 2009 schloss sie ihr Diplom in Biotechnologie an der TU Braunschweig und der Yale University (USA) ab. Vom Jahr 2011 bis zum Jahr 2014 nahm Yvonne Bouter am Promotionsprogramm Molekulare Medizin der UMG in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Arbeitsgruppe von Prof. Bayer teil, 2014 wurde sie promoviert.

INGE UND FRITZ-KLEEKAMM-PREIS
Der Inge- und Fritz-Kleekamm-Preis wird seit dem Jahr 2010 verliehen. Mit dem Preis fördert die „Alzheimer Stiftung Göttingen“ innovative, translationale Forschungsvorhaben aus dem Bereich der Alzheimer-Therapie, die am Campus Göttingen durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich ausdrücklich nicht um Projekte der Grundlagenforschung, sondern z.B. um innovative klinische Studien oder ähnliche Forschungsansätze. Für die Ausschreibung des Jahres 2017 ist der Preis der Alzheimer Stiftung Göttingen erstmals mit einem Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen: www.alzheimer.med.uni-goettingen.de

zu Bild 3: Verleihung des Inge und Fritz Kleekamm-Preises 2017 (v.l.): Preisträgerin Dr. med. Caroline Bouter (Abteilung Nuklearmedizin der UMG), Prof. Dr. Heyo K. Kroemer (Vorsitzender des Beirats der Alzheimer Stiftung Göttingen), Dr. rer. nat. Yvonne Bouter (wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der UMG). Foto: umg/spförtner

Weitere Informationen:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
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Stefan Weller, Telefon 0551 / 39-9959
Robert-Koch-Str. 42, 37075 Göttingen
presse.medizin@med.uni-goettingen.de
www.umg.eu

 



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